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2 (1858) Herbsttag Die Reise nach der Stadt
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anders Aber, wie gesagt, Herr Wanner hat Recht: wennich meiner lieben seligen Tochter Stelle vertreten will, so »inß ichdas vergessen. Hm zu meinen Zeiten freilich wenn damalsso ein Mädchen in einen Edelmann sich vergafst, Briefe gewechselt,Geheimnisse gehabt hätte, da Aber Wanner hat Recht. Ichwill so ein fünfzig Jahre hinter mich werfen, und es ver-gessen.

Sc liiert. Liebe, gute Mutter!

Frau Sanier. Ach ich weiß wohl, wenn meiue Tochter,Gott tröste sie jetzt hier zwischen uns beiden stehen könnteso würde sie an Ihrem Halse hangen, Sie wehmüthig ansehen undbitten, daß Sie Manschen vergeben möchten. Dann dürfte ichIhnen sagen, Herr Sohn, daß Ihre Erziehung nichts getaugt hat,daß grau das sonst besser verstanden hat, daß Sie Ihre Kinder zuHerren gemacht haben: und das müßte ich sagen, denn es ist wahr.Da aber meine Tochter in die Ewigkeit ist

Seiiicrt. Mutter!

Fran Sanier. Und ihre Thränen für Marie nichts mehrgut machen können so will ich denn ein fünfzig Jahre hinter

mich werfen, und singen ein ander Lieb. Vergeben Sie ihr in

Gottes Namen.s

Selb ert. Das ist die Mutter meiner verewigten Luise; ichsehe sie, ich höre sie wieder Mariens Fürsprecherin!

Fra» Analer. Ich könnte nicht ruhig sterben, wenn die

Kinder nicht eine gute Mutter an mir hätten Vergeben Sie

also Manschen, und recht von Herzen!

Lclbcrt. Bon Herzen!

Frau Lanier. Unrecht bleibt es freilich. Wer so einenVater hat, sollte Aber wenn eine Mutter so von ihrenKindern gehen muß, es ist gar zu hart! Wem sie denn so auf