Druckschrift 
2 (1858) Herbsttag Die Reise nach der Stadt
Entstehung
Seite
221
Einzelbild herunterladen
 

221

Symbolnm gefallen Weißt Du beim Abschied, wenn dieCollegia gepackt die l.aus 1>eo bezahlt waren, und so einTrupp Freunde den Koffer zndriickten, die andern einschenktcnder Schwager vor der Thür znm Abschied blies alles stillwurde sich ansah das Blut feuriger znm Herzen triebdie Gläser hin und her wankten auf jcdein Gesichte geschriebenslandWerden wir ihn auch Wiedersehen?" und dem dieWangen hoher glühten dem eine Thräne in den Wein fielbis, Herz an Herz der Abschied in das laute Leben rief!

Lclbcrt. So war auch unser Abschied

lv a » » c r. Wenn es dann fortging, zu Roß und zu Wage»

wo alles aus den Fenstern vale, vale nachricf nachsah,nachwiukte und wir durch Feld und Wald noch jubelten, bisder letzte Abschied kam wo jeder sich halste, und dem scheidendenBruder einGeh dirs gut!" in die mühselige Welt nach-schickte ! Wenn dann endlich der Wagen mit dem blauen Ge-büsche und der Abendluft in Eins schwand fort war wirso stumm da standen so rief einer nach dem andern seine künf-tigen Freuden und Hoffnungen hervor Leben kehrte zurück, undwir gingen fröhlich wieder heim I Selbcrt, so geht es bei nnsermAbschied nicht. Wir sind ans der Welt hernmgchndelt, das Alterist da, die Zeit der Hoffnung ist vorüber für uns ist nichts alsder gegenwärtige Augenblick. Drum gib mir Deine Handfest daß ich fühle das Herz schlägt noch für mich!tSclbcrt reicht sic thm.) So NIM bin ich ruhig. Schön, daßDu noch lebst, alter Bursche schön, daß wir bei einander sitzen!

Habe ich Gutes in der Welt gethan so bin ich jetzt belohnt.

Guter Gott! habe mehr von Dir empfangen, als ich ver-diene und bin zufrieden! Zufrieden, lsteht a»f> das ist der besteDank, den Du von Deinem Geschöpfe verlangst! lScht sich 1 Suche