Druckschrift 
2 (1858) Herbsttag Die Reise nach der Stadt
Entstehung
Seite
220
Einzelbild herunterladen
 

220

Feld auf den Boden, kriegte kleine Angen, schlief ein; (Erne>stinc kommt, Selbe« redet leise mit ihr, sic geht ab) wachte aufsah störrisch auf alle Fliegen an der Wand; marschirte mit denAugen nach, sprang auf und dachte:Sollen ich und meinalter Freund uns Gesichter machen, weil ein Project nicht gebtwie es soll?" Denn unter uns, die meisten grämlichenGesichter entstehen ans der Unentschlossenheit, ob man Rechts undWohlstands wegen grämliche Gesichter machen soll ober nicht.Nein," (springt auf! sprach ich, so laut, daß Jupiter erschrak,aufstand und sehr graziös einen beliebten Katzenbuckel machte.Dieser Katzenbuckel gab mir das Bild: Schicke Dich in die Um-stände. Kannst Du mit Sclbertcn nicht vom Heirathen reden, sorede von etwas andern:, aber rede mit ihm. Dazu bin ichnun hier. (Ernestine bringt Wein, zwei Gläser, »nd seht es auf einTischchen zwischen beide.) Setz Dich, alter Knabe! (Setzt sich.)

Zellicrt (gleichfalls). Mit einem traurigen Gefühle, weilaus der Sache nichts

Wanner (schenkt beiden ein, nachher): Wir thnn unsre Pflicht Ursache genug lustig ZN sehn. Sich da da habe ichinein altes Stammbuch mitgebracht.

Lelbcrt. Gib! (Nimmt cs.) Ah sonderbar ergreift michder Anblick.

Wanner. Nicht wahr? da sind manche darin, die unsüberlaufen haben, manche sind entschlafen keinem steht unserbeider Herz und Freundschaft nach.

Sclbrrt (hält das Buch ans Herz.) Keinem!

Wan »er. Du hast Wasser im Auge gut, gut dasist die Ahncnprobe unserer Freundschaft! (Selbe« blättert darin.)Hier und da ist wohl eine Thräne auf ehrlicher Bursche