17L
Marie. Ich will — mein Gewissen retten — und meinHerz zerreißen! Ich will mich opfern, um meine Thorheit, meinUnrecht gut zu machen! Nur daß ich den Muth behalte — daßich mich opfre, daß ich nicht znriickfalle — nur dahin leiten Siemich. Stärken Sie mich, zeigen Sie mir meine Pflicht, ihrenLohn. — Lassen Sie mich elend» sehn — sterben, nur erhaltenSie mir die Würde der guten Tochter! Freundin — Schwester— rette mich vor meiner Schwäche. Ich sehe auf Deinem Ge-sichte, daß auch Du gelitten hast, und Rettung fandest, ich sehe,daß Du mich begreifst, duldest. — Mein Herz ist leichter, da ichan dem Deinen ausweinen kann.
Ämalic. Ich will, was eine Schwester vermag. Wenlieben Sie?
Marie. Den Freiherrn von Lechner.
Ämalic (betreffen). Von Lechner?
Maric. Er liebt mich über alles, ist —
Ämatic. Von Lechner?
Marie. Ist hier ans der Jagd.
Amalie. Ist hier?
Maric. Und wird heute Mittag hier seyu, indem ich —
Amalie. Sammeln Sie sich. Dieser Lechner —
Marie. Indem ich einem andern meine Hand geben
soll!
Amalie. Dieser — nämliche Lechner hat mir einst meineRuhe, fast das Leben gekostet. Er ist so sehr —