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2 (1858) Herbsttag Die Reise nach der Stadt
Entstehung
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174
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Marie. Ich will mein Gewissen retten und meinHerz zerreißen! Ich will mich opfern, um meine Thorheit, meinUnrecht gut zu machen! Nur daß ich den Muth behalte daßich mich opfre, daß ich nicht znriickfalle nur dahin leiten Siemich. Stärken Sie mich, zeigen Sie mir meine Pflicht, ihrenLohn. Lassen Sie mich elend» sehn sterben, nur erhaltenSie mir die Würde der guten Tochter! Freundin Schwester rette mich vor meiner Schwäche. Ich sehe auf Deinem Ge-sichte, daß auch Du gelitten hast, und Rettung fandest, ich sehe,daß Du mich begreifst, duldest. Mein Herz ist leichter, da ichan dem Deinen ausweinen kann.

Ämalic. Ich will, was eine Schwester vermag. Wenlieben Sie?

Marie. Den Freiherrn von Lechner.

Ämalic (betreffen). Von Lechner?

Maric. Er liebt mich über alles, ist

Ämatic. Von Lechner?

Marie. Ist hier ans der Jagd.

Amalie. Ist hier?

Maric. Und wird heute Mittag hier seyu, indem ich

Amalie. Sammeln Sie sich. Dieser Lechner

Marie. Indem ich einem andern meine Hand geben

soll!

Amalie. Dieser nämliche Lechner hat mir einst meineRuhe, fast das Leben gekostet. Er ist so sehr