173
herzensgut, und ich habe sie gar lieb. Ich will gehen — Darfich wohl Ihre liebe Hand küssen?
Amalie (reicht ihre Hand ihm zum Einschlagen hin). GuterBruder!
Peter (küßt sic). Nun reden Sie mit ihr. Ich muß gehen,dem Gesinde Nachsehen. — Der Vater hat gar einen großenHaushalt. Darf ich Ihre Hand — Ja so — ich habe sie schongeküßt. Run reden Sie mit ihr. Komm, Ernestine. (Sie gehenaL.)
Zrhntrr Änftritt.
Marie. Amalie.
Marie. Ja — ich wünsche mich Ihnen anzuvertrancn.Ich sehne mich nach einer Seele, die mich leiten und tröstenkann.
Amalie. Freundin — lassen Sie Seelengleichheit den Mangelder vicljährigen Freundschaft ersetzen. — Sie haben den Zug destiefen Leidens —
Marie. Ich leide —
Amalie. Verborgen?
Marte. Ja! Wem sollte ich mich hier entdecken? —Wenn meine Leidenschaft nicht strafbar ist — so ist sie thöricht. —
Amalie. Sie lieben?
Marie. Ich stehe am Abgrunde, retten Sie mich. KeinAugenblick ist zu verlieren. Ich soll einem andern meine Handgeben.
Amalie. Sollen? Armes Kind!