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2 (1858) Herbsttag Die Reise nach der Stadt
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Sclbcrt. Sollte ich das nicht?

Frau Saale r. Meiner Tochter der Himmel tröste sie

habe ich niemals gesagt, daß ich sie lieb hatte, bis sie an IhremArme aus meinem Hanse wegging; da bin ich losgebrochen, undhabe es ihr gesagt, daß ich sie gar herzlich lieb hätte; da ging esan denn da kam die Regierung an einen andern. DerLicenziat Wanncr kommt also heute?

Selbcrt. Ja.

Fra» Zaalcr. Das ist der, der seit neun und zwanzigJahren alle Wochen geschrieben hat, daß er kommen wollte?Selben. Derselbe, mein alter Universitätsfreund.

Fran Saale r. Der macht ja einen argen Lärmen von Fritz.Selben. Er ist ganz von ihm eingenommen.

Frau Saale r. Das will mir nicht gefallen Der Peter

Herr Sohn der Peter gefällt mir gar nicht. So ein toll-dreister Mensch gerade wie meines lieben seligen Saalers Bruder

der Sekretär, Gott tröste ihn, mit der krummen Nase und denschwarzen Augbrannen der war auch so.

Sclbcrt. Frau Mutter

Fra» Saaler. So was ist erblich.

Sclbcrt. Mit Peter gehe ich am allersichcrsten.

Fra« Zaalcr. Am sichersten? Gott bewahre uns, daßder nicht ein Gesicht sieht, das ihm gefällt der wird

Sclbcrt. Sehr leidenschaftlich lieben? Das weiß ich. Ichbabe nie geglaubt, daß meine Kinder frei von Leidenschaftenbleiben würden aber ich bin gewiß, ihre Güte, ihr Charakterwird minder erschüttert werden, als andre; sie werden znrückkehren

mehr darf der Mensch von Menschen nicht verlangen.

Fra» Laal er. Nun wir wollen sehen!

Sclbcrt. Sie kennen alles Gute ich habe ihnen dasGute liebenswürdig gezeigt Sie begreifen den Werth des Selbst-