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kuhbcrg. An meiner Seite sie verblühen sehen? — ange-stochen von dem Wurme, der in mir nagt? — sie, die engelreine,holde Seele verblühen sehen? — O wenn ich das konnte —
Walsing. Ich erkenne den sanften Jüngling nicht in diesemBilde, das er sich von der Vorsicht macht.
Kühl,erg. Durch mich litten viele gute Menschen — littenbitter! die Vorsicht ist gerecht!
Walsing. Wer gerecht ist, ist zu versöhnen.
kuhberg. Durch Pflicht!
Walsing. Ist Menschenglück und Frende — ist Menschentödten — Pflicht?
Kuh bcrg. Wenn über die Erfüllung meiner Pflicht das Herzmir bricht —
Walsing. Wenn du Sophien tödtest —
Kuhberg. Mein Vater — o Gott!
Walsing. Hast du dann gut gemacht? — Gerechtigkeit zurückgegeben — oder ein Verbrechen, schwerer als die Vergehungen derraschen Jugend, die des Mannes Tugend längst ausgeglichen, neubegangen?
Kuh bcrg. Soll ich die Stimme übertäuben, die mich —
Walsing. Sohn, laß dich Geradsinn leiten! Du sollst esnicht mit dem Schicksal anfnehmen wollen. Dein Gewissen seyfür dich die Welt.
Kuhbcrg. Und das spricht laut.- — „Du bist deines VatersMörder!"
Walsing. Du bist nicht Schuld an deines Vaters Tode.
kuhbcrg. Ich bin's!
Walsing. Ich sage Nein. Wer so fühlt, mußte sich er-heben; das mußte der Vater fühlen. Der Vater fühlte es ge-wiß! — Hoffnung nährt ein Vaterherz. Nein, sage ich, nein!Du möchtest in dem Uebermaß von Reue gern tausendfach