abbüßcn — Du häufest alle Qual auf dich — allein du bistnicht Schuld au deines Vaters Tode — Die Schwäche der Naturvollendete —
Luhbcrg. Was ich begann! — Noch seh' ich ihn — wietäglich — ach — mit jeder Stunde, Kraft, Freude, Leben von ihmwich! wie — O das steht ewig vor mir! läßt meine Thränen nieversiegen — jagt mich uustät auf der Welt umher! und mit diesemöden Leben soll ich sie verbinden?
Walsing. Wenn sie nun deine Thränen trocknen will —wenn sie der Engel ist, den dir das Wesen sendet, daö niemandtrostlos vergehen lassen will? Wenn nun mit diesem Tage — jetztmit ihr — in diesem Augenblick dein Schicksal sich wendet?O Gott! und du hättest diese Hand zurückgewiesen?
Ln Hb erg. Schrecklich! schrecklich!
Walsing. Sie verzehrte sich in Gram — und du —
Lahberg. Der, der mein Opfer, und was es mir kostet,sieht, der wird ihr Kraft zu tragen geben. Ach — die Wesen,die meinen Namen tragen würden — der Bettler läßt seinenKindern guten Namen — mit meinem Namen — empfingen sieden Fluch, der sie durch das Leben verfolgen würde! O Gott —nein, nein!
Walsing. Jüngling, der dir jetzt Heilung beut, waltetauch dann noch, wenn diese sein werden, und wir in andern Sphä-ren wirken. Nein — nicht weiter in dieser Uebcrspanuung!
Lnhberg. O wüßten Sie, wie tief mein Herz verwundetist, da ich gegen seine laute Stinime, für meine Pflicht, so schreck-lich kämpfen muß!
Walsing. Eben darum Ueberspannung; denn in gutenMenschen ist die Stimme des Herzens der Wink der Vorsicht. Folg'ihr! Mit aller heißen Liebe — im Namen deines Vaters sag' ich— folg' ihr!