Druckschrift 
1 (1858) Reue versöhnt Die Jäger
Entstehung
Seite
214
Einzelbild herunterladen
 

214

Wilhelm. Wer mag es bestimmen, ob nicht mehr aus mirwerden kann als das?

Uuhbcrg. Werde etwas Andres, als dein Vater ist; mehrkannst dn nicht werden als er ist.

Wilhelm. Warum nicht?

Wuhbcrg. Sein Fleiß erhält Hunderte, schenkt ihm dasVermögen, Unglückliche zu trösten und gibt ihm jede Lebensfreude!Er ist glücklicher als ein Fürst!

Wilhelm. Das ist sein Werk! was bleibt mir für einVerdienst, wenn ich eine längst erworbene Glückseligkeit in Empfangnehme und fortverwalte?

Uuhhcrg. Das große Verdienst der Dankbarkeit gegen ihnund dein Schicksal, die Freude, daß so manche, die hier Unterhaltund Trost empfangen, nicht vor der verschlossenen Thllre nmkehren,baß sie den Sohn segnen wie den Vater! Wilhelm! Du bist zuheftig und zu weich; du gehst zu Grunde, oder dn wirst ein zwei-deutiger Mensch, wenn dn mit dem Abenteuer kämpfen willst, umein Schicksal zu erzwingen, das du hier von dir flößest, weil es,anständig und reich, von Vaterhänden dir dargeboten wird.

Wilhelm. Dn rührst mich deine Güte

Uuhbcrg. Ich rühre dich, weil ich dich überzeugt habe.

Wilhelm. Ja ich kann dir nicht widersprechen Aberdoch regt sich noch so manches in mir warum ich dir gern wider-sprechen möchte; also bin ich auch nicht sicher vor einem Rückfall.

Wnhhcrg. Du mußt die Welt sehen und kennen, so List dnsicher vor jedem Rückfall.

Wilhelm. Nie wird mich mein Vater aus diesem Hanselassen.

tkuhlierg. Er wird dich reisen lassen, das verbürge ich dir.

Wilhelm (fröhlich). Rnhberg, kannst du das?

Will) herg. Ich kann es.