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Wal s lilg (außer sich) Mein erstgebornes Kind — mein lieb-stes Kind!
Unhbcrg. So darf mir der Knmmcr sprechen.
Wal sing. Nein, die gekränkte Liebe des Vaters — die ge-täuschte Sicherheit, in der Tochter, die ihm am liebsten war!
Wilhelm (springt auf, Thräuen ersticke» seine Worte. Er bedecktsich da» Gesicht und geht schnell ab).
Marie (folgt ihm langsam).
Unhbcrg. Der Vater Walsing — klagt über UnrechtEines Kindes, nnd thut als Vater zweien Unrecht?
Wal sing. Ruhberg!
Unhbcrg. Da gehn sie hin — Wilhelm und Marie —tranervoll sehen sie auf den Vater zurück. — „In Ihre Hände,Ruhberg, lege ich dann mein Alter." — Wilhelm nnd Marie —nicht in eure? — Das erstgeborne, das liebste Kind, läßt sich durchLiebe gegen einen würdigen Mann, Walsings Freund, Hinreißen —und der biedere Walsing gibt das süße Gefühl des Vaters zu ver-zeihen, ans; verstoßt diese Tochter, mit ihr den guten Wilhelm nndMarien — Kinder, denen er nur halbe Liebe zutheilte. — —Walsing — wo gerathen Sie hin? Halber Vater für Marien nndWilhelmen — Keine Vergebung für Karolinen?
Walslng (heftig gerührt). Ruhberg!
Unhbcrg. Armer Wilhelm! arme Marie! — Es ist Vatcr-angst, lieber Herr Walsing, Vaterangst, nicht wahr?
Walsing (betäubt). Vaterangst!
U utzberg. Die Liebe des treuen Vaters vergibt Karolinen,nnd ist den beiden Gekränkten ganz Vater!
Walslng (ergreift seine Hand). Ganz Vater? — Ich will ge-recht scyn. Ich will mit Karolinen abtheilen — (Weich.) nnd dannfür die andern beiden (mit gebrochener Stimme) ganz — ganz leben.
Unhbcrg. Also ablheilen nnd vergeben soll Eins seyn? —