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1 (1858) Reue versöhnt Die Jäger
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jetzt recht vielen Leuten so zn Muthe wäre wie mir! Wenn er dochnun hier wäre, der Junge! ich möchte ihm um den Hals fallenund mich bedanken, daß er das Weib will.

Pastor. Sie haben recht.

Gkcrsörstcr. Ja es ist mir oft heiß vor der Stirn gewor-den, wenn ich an die Zeit dachte, wo der Junge hcirathen würde.Widersprochen hätte ich keiner Heirath, um die es ihm Ernst ge-wesen wäre. Wenn er mir nun aber so eine Schwiegertochter ge-geben hätte, die sich um nichts bekümmert, auf unfern letzten Athemgelauert hätte, aus dem Hause wäre ich gezogen in meinenalten Tagen.

Gkcrförstcri». Ja wohl. Ach Gott, das wäre schrecklichgewesen!

Bkcrsörstcr. Dazu das Alter hat Schwachheiten, manwird vergeßlich, eigensinnig, grämlich und wie cs denn zn gehenpflegt, wenn nach sechzig Jahren unsre Hütte verwittert ist. Sowas muß mit Liebe getragen werden. Erkaufen läßt sich die Pflegenicht, auch nicht vergelten; wem sie aber Gott gibt, den macht erjung im hohen Alter. Das wirst du uns seyn, Tochter! dafür hastdu unsere Liebe, unfern Segen, und ein kleines Vermögen, woraufkein Fluch und keine Thräne ruht. Leute, das machte mir immerein gutes Bette, ich mochte schlafen, wo ich wollte. Die Brautsoll leben!

Alle. Soll leben!

Friederike. Ach Gott wie glücklich machst du mich!

Pastor. Und der Bräutigam er ist brav.

Alle. Soll auch leben!

Gkcrsörstcr. Noch Eins weil wir denn doch einmaldarauf zn sprechen gekommen sind: Anton ist ein wilder Bursche;Ihr Weiber seyd denn auch oben hinaus und flüchtig; so geschieht'«nun gar leicht, daß Eheleute durch Ungeduld einander überdrüssig