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ist das bei uns. Ein ehrlicher Kerl quält kein lebendiges Wesen.Alle Tage gehen wir hinaus, leben in frischer Luft. Das giebtfrisches Blut und ein gesundes Herz! Wenn ich dann so Abendsnach Hanse komme, fröhlich und guter Dinge, und bringe dir einenBraten in deine Küche, und fordre einen Kuß — wirst du mir ihnverweigern?
Friederike. Ich küsse keinen Mörder.
Sechster Auftritt.
Vorige. Pastor Dccbach.
Pastor. Guten Morgen, Kinder.
Friederike «läuft ihm entgegen und küßt ihm die Hand>.
Anton. Guten Morgen, lieber Herr Pastor.
Pastor. Herzlich wieder willkommen Lei uns, liebe Tochter!
Friederike. Wie Sie in Ihren Jahren doch noch so wohlausschen!
Pastor. Ja? meinen Sie?
Friederike. So recht heiter.
Pastor. Je nun —> Gott Lob! Sorgen habe ich nicht —überdem bin ich gern an dem Orte —
An ton. Jedermann liebt Sie, wie einen Vater —
Pastor. Nun so muß ich ja wohl froh und gesund scyn.Der Herr Oberförster-
Anton. Er ist ausgeritten, Holz anzuweisen.
Pastor. Mein Besuch gilt ihm nicht. Ich bin eigentlich ge-kommen, Friederikchen zu sehen. Liebe Tochter, wir haben die gutenNachrichten von Ihnen allemal zusammen gelesen, und es freuetmich recht, daß Sie so gut geworden sind.
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