— 4 95 —
Nachruf an Theodor Korne
->Zn dem Frühlingsglanz des schönsten Lebens,In des Vaterlandes Morgenroth,
In der Glut des höchsten Helden-StrebensFrüh umschlungen wurdest du vom Tod.
Preis' dich Edler. Rühmend sind zu neiden.Die wie du von dieser Erde scheiden.
Kühn in der Begeisterung Erguß.
Der Erwartung leer gebliebne RäumeFüllten aus beseligende Träume,
Fühltest den verklärtesten Genuß.
Durftest nicht den herbsten Schmerz erleben.Der verzehrend sich in's Dasepn wühlt:Wcnn's uns zwinget, Jene anfzugeben.
Sie, für die wir liebend stets gefühlt.
Zum Gemeinen ist herabgesunken.
Was in heiliger Begeistrung trunkenSich das Herz so schön, so groß gedacht.
Ach! es konnte solches nicht erlangen.
Schnelle ist die Flamme schon vergangen.
Da sie kaum im Volke angefacht.
Geist und Sinne wollen ihn bemeistern,
Höll' und Himmel sind darum in Krieg,
Nur wenn es den Menschen wird begeistern,Krönt' Uranien entschiedner Sieg.