Druckschrift 
1 (1829)
Entstehung
Seite
134
Einzelbild herunterladen
 

151

154

Deine Strahlen, Sonne, leuchten immer.Doch auf Wände, welche jetzo leer;

In des röm'schcn Abends glühndcm SchimmerSchwebt nicht Raphaels Verklarung mehr.

In der Andacht ehrfurchtsvollen Stäten,

Wo das Herz am Heilgen gläubig hing.Welche fromm die Menschen nur betreten,Höhre Würdigung die Kunst empfing.

Und die Herzen wurden hehr erhoben,

Und der Gottes Mutter sel'gcr BlickZog des Beters Seele mit nach Oben,

Ließ empfinden schon des Himmels Glück.

Mit der Heimath ward der Reiz genommen;Ohne daß es größern euch gebracht.

Sind wir um den eignen Glan; gekommen,Vlos zu stolzen Zierden nun gemacht.

Sine immerwährende Anklage

Bleiben wir, daß noch die künft'ge Zeit

Von der falschen Großmuth zürnend sage.

Von verübter Ungerechtigkeit.