Erster Jahrestag der Leipziger Schlacht-Entscheiduii g.
Äomiernd das Geschütz den Tag verkündet,Welcher Teutschlands Freyhcit neu gegründet;Mahnend ruft der Glocken ernster Klang,Freudevoll uns die entzückte Lever,
Zu begehen der Errettung Feyer
Von dem blut'gen, Schmach erfüllten Zwang.
Leipzig! Leipzig! hören wir's erschallen,
In der Nachwelt wird noch widerhallcnLeipzig, wo des Fremden Herrschaft sank.
Heil euch! die ihr Teutschland frei) erstritten,
Die ihr für dasselbe viel gelitten.
Unauslöschlich wahrt der Heimath Dank.
Nicht um niedrer Länderfucht zu stöhnen,
Ruh'ge Völker raubend nicht zu höhnen.
Zöget ihr in diesen heil'gen Krieg;
Zu erlösen von der Knechtschaft Bürde,
Daß vertilgt nicht werde Menschenwürde,
Und der Allgewaltige gab Sieg.
Sinken wir in Demuth alle nieder.
Preisend ihn durch unsres Dankes Lieder,
Aber mehr noch durch des Lebens That,
Daß er liebend ferner auf uns sehe.
Auch in Zukunft schützend bey uns stehe,
Dessen Willen uns geholfen hat.