Ewig gleiches schwermuthvolles TrauernNur umgiebt uns nähere dem Himmelszelt;Abgesondert von ihr durch die Mauern,
Blieb uns, ach! das Fühlen doch von dieser Welt.
Und hier oben blühen keine Bäume,
Lebend schon umgeben von der Todesflur,
Endlos wölben sich des Aethers Räume,
Unter uns allein ergrünet die Natur.
Und da wogt ein schwirrendes Getümmel,
Alles regt sich thätig, alles ist belebt.
Rastlos strebt nach Wechsel das Gewimmel,
Doch iin Kreise kommt das alte neu gewebt.
Nur des Bures melanchvl'sthe StaudeHebt sich düster aus dem schaudervollen Glanz,
Es ertönen keine freud'gen LauteKeine Blume sprosset hier für einen Kranz.
Die sich immer gleiche TodesstilleUnterbricht allein der Hora Chorgesang,
Und des tief empfundnen GramcS FülleMischet sich in des Gebetes frommen Klang.
Glänzend ragen diese Marmorwände,
Kahl und öde starren sie in Grabespracht.
In Verzweiflung ringe ich die Hände,
Um die Seele lastet finster ew'ge Nacht.
Die Erinnrung ist zurückgeblieben.
Früh verlöschter wonnevoller Zeit,
Das Gelübd' hat Liebe nicht vertrieben.
Es durchdringt wie damals ihre Glut mich heut.