Druckschrift 
1 (1829)
Entstehung
Seite
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Die vier Pferde Korinths

im Jahre 1806.

lausende der Jahre schwanden, sind verflossen.Rauschten schnelle, wogten brausend hin,

Haben in Unendlichkeit sich langst ergossen;Nichts kann dauern, nichts kann hier verzieh».

Tausende schon lebend daß wir wandeln sehen,Wandeln nur das nie beständ'ge Glück,

Alles, alles muß der Hauch der Zeit verwehen.Schwach nur bleibt Erinnerung zurück.

Wir entstanden in dem strahlend lichten Glanze,Der der Griechen heitre Kunst umfing.

Als gekrönt der Sieger mit dem LorbeerkranzeIm Triumphe nach Korinthus gieng.

Hoch erhoben prangten wir in jenem Kreise,

Des Vollkommensten, was Kunst erschuf.

Schon der Knabe ehrte sie, sie pricß der Weise,Laut ertönte weit des Künstlers Ruf.

Achtung ward dem Idealen, es enthüllteSich dem Blicke selber in dem Pferd,

Und ein Geist des reinen Schönen dort erfüllteAlles und gab allem hohen Werth.

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