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4 (1829)
Entstehung
Seite
365
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genannt l,oci rlleologlei. 305

und besonders dos arme Völklein Juda, die Kirche Gottes, auf-frcffen wollten, da erweckte Gott Alepandrum. Hernach, da dieGriechen in Aegypten und Syrien des Muthwillens allzu viel,machten, da kamen die Reiche in der Römer Gewalt u. s. f.

Und ist eben an den hohen löblichen Regenten zu sehen,daß die Regimente Gottes Werk sind; denn dieselbigen Mannec.haben besondere göttliche Gaben. Dazu gehen die Monarchien?auch in einer besondern Ordnung, daß zu merken, daß solche Ver-änderungen nicht ohne Gottes Rath und Gericht geschehen.

Dagegen aber wird angezvgen, daß das Evangelium die Ra-che verboten habe, Matth. 5 und Röm. 3:Ihr sollt euch nichtselbst rächen; sondern gebet Raum dem Zorn." Antwort: Da-von ist oben sehr genug geredet, daß großer Unterschied ist zwi-schen eigener Rache, und dem Amt, das Gott geordnet hat.

Nun ist klar aus den angezogenen Sprüchen, daß Gott das!Amt befohlen, geordnet, und bestätigt hat. Darum ist ganz ge-wiß, daß der Spruch, Matth. 5 und dergleichen, alle eigne Ra-che, Haß und Nachgierigkeit verbieten; denn das Evangelium prc--digt da nicht von der äußerlichen Regierung, sondern thut ein«-Büßpredigt, die nicht Negierung, sondern jede Person insonder-heit betrifft, und zeiget an, daß die Herzen voll Ungehorsams sindgegen Gott, und daß der ganze und ordentliche Gehorsam nichtda sei, der in uns sein sollte.

Du bist nach der Sünde in den Tod gefallen; du sollst lei-den. Wenn nun dein Gesell über dich wachset, wie Julius überPompejum, so thut dir solches wehe, und wird dein Herz vollBitterkeit und Haß, und wolltest gern den Andern tilgen, so dudoch Geduld haben solltest, und so er dir Unrecht thut, es dieje-nigen rachen lassen, welchen es Gott befohlen hat.

Von solchem Ungehorsam. redet Christus, strafet unsreeigne Rache, die Unordnung ist; will derhalben nicht die ordent-liche Strafe der Obrigkeit abthun oder verwerfen. Ja, der Ob-rigkeit Amt gehört in diesen Spruch, da Gott sagt:Mir ge-höret die Rache; Ich will vergelten!" Denn die Obrigkeit istGottes Hand, zu diesem Amt geordnet. Darum ist die Strafe,so durch Gericht und rechten Krieg geschieht, ein befohlenes Werkvon Gott. Davon ist an andern Orten mehr gesagt.

Zum Dritten: Auf das Fundament, das jetzt angezeigtist, nämlich, daß Obrigkeit und Regiment, gute Werke von Gottgeordnet, befohlen, und bestätigt sind, kann man viele nützlicheLehre bauen. Und sei dieses die erste Regel in diesem Artikel: