Druckschrift 
4 (1829)
Entstehung
Seite
363
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genannt l-oci tbevloZlei. ,363

Wort und Gebot die Negierung befohlen, daß ihr sollt Göttersein, d. i. meine göttlichen Acmter verwesen, die Leute zu Got-tes Erkenntniß, zu Frieden, zur Zucht halten, recht richten, dieFrommen schützen, die Uebelthater strafen. Dieses Alles sindgöttliche Aemter, der Obrigkeit besohlen; darum ihnen Gott sei-nen eignen Namen, als seinen Statthaltern mitthcilct.

2. Chronik. 19:Das Gericht, das ihr halten sollt, ist nichtder Menschen, sondern Gottes!" Röm. 13:Es ist keine Ge-walt, ohne von Gott; und die Gewalt, weil sie ist, ist sie vonGott geordnet, und wer der Gewalt widerstrebet, der widerstrebetGottes Ordnung."

Dieß sind wahrlich wichtige Worte und Reden, wie sich'sin großen Sachen gebührt, ganz eigentlich und gründlich von derNegierung. Und ist die Obrigkeit hoch gepriesen von dem heili-gen Geist, durch die schöne Predigt St. Pauli; denn ohne Zwei-fel der heilige Geist die irrigen Gedanken aller Menschen hat stra-fen wollen, die nicht erkennen wollen, daß Regierung GottesGabe und Werk ist, darum, daß sie neben der rechten Ordnung,Gerichten und vernünftigen Gesetzen, auch sehr viele große Zer-rüttung, Unrechte Unterdrückung, Muthwillen, Unzucht und andereLaster bei den Regenten sehen; meinen dcrhalben, die ganze Re-gierung komme allein aus Stolz und Trotz, und gehe also ohneGottes Gericht, welcher starker sei denn der Andere und stoßeden Andern in den Sack.

Diese irrigen und epikurischen Gedanken zu strafen, item,den tollen Mönchgeistcrn zu wehren, und heilige Obrigkeit zutrösten und zu starken, hat der heil'ge Geist diese Predigt derKirche vorgestellet, und ist sehr nützlich, diese Worte fleißig zubetrachten und zu erwägen.

Erstlich spricht Er, die Obrigkeit sei von Gott. Damit manaber nicht denke, sie sei allein aus Vcrhängniß Gottes, setzt Erweiter dazu, sie sei ein geordneter Stand von Gott; item, nen-net sie Gottes Ordnung, daß man erkenne, daß sie ein Ge-schöpf und Werk Gottes ist, wie Tag und Nacht geordnet sind;item, Ec zeigt an, daß Regiment eine Ordnung sein muß, unddaß die Ordnung Gottes Werk ist, nicht die Zerrüttung, Unzucht,Mord, Unrechte Unterdrückung, die der Teufel und die Tyrannen,des Teufels Gliedmaßen, mit eindringen, welche Gottes Ordnunggern zerstören wollten.

Es ist viel nützliche Lehre in diesen Worten St. Pauligefaßt, die jctzund, alle zu handeln, zu lang würde. Die nun