genannt I-ooi tlisologici. M
in Gestalt der Taube. Und will dich diese einige göttliche Maje-stät um des Sohnes willen annehmen, und den heiligen Geistin dein Herz senden. Also sollst du dich durch Anschauung derLaufe Christi erinnern, und dabei deine Anrufung von der heid-nischen weit absondern. Denn die Heiden, Mahowetisten u. s. w.lästern öffentlich den Sohn und heiligen Geist. Darum so lä-stern sie auch den Vater; denn also ist geschrieben: „Wer denSohn unehret, der unehret auch den Vater;" deßgleichen: „Nie-mand kommt zum Vater, denn allein durch den Sohn."
Zu dieser Erinnerung, daß nicht mehr und nicht wenigergöttliche Personen sind, denn diese drei, davon gesagt ist, setzeauch den lieblichen Spruch, 1 Joh. 5, 7: „Drei sind, die imHimmel Zeugniß geben, der Vater, das Wort, und der heiligeGeist; und diese drei Perionen sind ein einig Wesen."
Diese Erklärung von den drei göttlichen Personen ist rechtund licht, und wird, als ich hoffe, dem christlichen Leser zu gu-ter Erinnerung und zum Tröste dienen; der soll sich auch im Ge-bet zu solcher Form gewöhnen, wie sie droben gesetzt ist.
Dieses will ich auch hiebei erinnern: Vom Sohne brauchetman diese Rede: Ec ist vom ewigen Vater geboren. Vom hei-ligen Geiste brauchet man diese Rede: Er gehet aus vom Va-ter und Sohne. Wiewohl wir nun diese hohe Weisheit in Ewig-keit lernen werden, wie diese Geburt ist und dieses Ausgehen, sssollen wir doch jetzt als Kindlein Gottes die Sprache lernen, unddiese Reden nicht verändern, und dabei betrachten: Geburt ist vonder wissenden Kraft (bkaovi S8t a potontia intelligent«:); aberAusgehen und Flammen der Liebe ist vom Willen, (krneeilore,Amor, Agitatio e8t rr voluntate.) Davon kann man mehr Un-terricht thun denen, so Unterschied der Kräfte in uns merken.Die Gedanken in der wissenden Kraft sind die Bildnisse, und imWillen und Herzen brennt Liebe und Bewegung. Und hat Gottdie Engel und Menschen also geschaffen, als sein Bild, daß wiran uns Etwas von Ihm lernen sollten; doch sind unsere Gedan-ken, und Liebe nicht wesentliche Personen, sondern sind Schattenund verlöschen. Davon sollen die Gelehrten weiter Bericht wissen.
Daß der ewige Sohn Gottes menschliche Naturan sich genommen hat.
Nun folget der Artikel, daß der ewige Sohn Gottes mensch-liche Natur an sich genommen hat. Wiewohl nun auch dieses