Druckschrift 
4 (1829)
Entstehung
Seite
33
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genannt I^oel tlieologiei. JZ

Freude an Gott und Liebe zu Ihm und zu unscrm Herrn JesuChristo, und Gehorsam gegen Gott, Keuschheit, Starke und Ge-duld in Leiden, und andere Tugenden. Also sollst du den Na-men Tröster hier verstehen. Darum nennet Ihn auch der HerrChristus: den Geist der Wahrheit, d. i., der solches wahrhaftigesLicht und Leben in uns anzündet und wirket.

Solcher Sprüche sind sehr viel; als: Gal. 4 (6):Gotthat den Geist seines Sohnes in eure Herzen gesandt, der schreiet:herzliebcr Vater!" Item: 2. Kor. 3 (6):Der Geist machetlebendig." Item: 1. Kor. 12 (6):Alle Gaben wirket Ein Geist."2. Kor. 3 (17):Der Geist ist der Herr (das ist Gott); undwo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit!" d. i., da ist dasHerz frei von des Teufels Gewalt, von Verzagung, vom Tode,ist voll rechter Freude und Lebens. Item:Wir werden vomGeiste des Herrn zur Klarheit verwandelt rc." Darum spricht dasSymbolum Nicänum:Ich glaube an den heiligen Geist, denHerrn, der lebendig machet." Nun habe ich droben Zeugnißgesetzet, daß der heilige Geist eine unterschiedene Person sei, unddiese Person wirket in uns Freude an Gott, und Liebe zu Gott.Daraus ist gewiß, daß der heilige Geist eine allmächtige, gött-liche Person ist. Dieses Zeugniß ist wahrhaftig und fest! Undob gleich der Teufel Sophisterei dagegen gemacht hat, und nochmacht, so können dennoch gottesfürchtige Menschen die Wahrheiterkennen. Und sollen diese Zeugnisse, die von des heiligen Gei-stes Wirkungen reden, um dreierlei Ursachen willen fleißig betrach-tet werden. Erstlich: die Lehre zu fassen, und den Glauben inuns zu starken, daß der heilige Geist eine göttliche, allmächtige,unterschiedliche Person sei. Zum andern: daß wir betrachten diegroße Gütigkeit Gottes, daß Er seinen eignen Geist, der aus sei-nem Wesen ist, in uns sendet. Nun kann ja Gott nichts Grö-ßeres geben, denn sich selber! Zum dritten: daß wir Trost ausdiesen reichen Verheißungen fassen, daß uns Gott gewiß diese großeGabe geben will, und viel geneigter ist zu geben, denn zu em-pfangen. Er will auch, daß du mit Glauben diese Gabe begeh-ren und Ihn darum bitten sollst, und gibt sie dir gewißlich, ge-wißlich! so du Ihn darum bittest, wie der Herr Christus spricht,Luk. 11 (13):Alle, so bitten, werden empfahen u. s. w. Wieviel mehr will der himmlische Vater den heiligen Geist geben,denen, die ihn bitten! Wir sollen Ihm auch darum recht herz-lich danken.

Zum andern sollst du vornehmlich die Rede in der Taufe

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