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4 (1829)
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24 Hauptartikel christlicher Lehre,

heißung ohne Mittel, und immerfort der Erhalter des Predigt- !amts. Und hat der Sohn, und nicht der Vater, auch nicht derheilige Geist, menschliche Natur an sich genommen, und ist alsoder Sohn Mittler und Erlöser und ist der Heiland, nicht alleinalso, daß Er nach der Menschwerdung für uns ein Opfer gewor-den ist, sondern auch, daß Er selbst in uns wirket, erhalt dasPredigtamt, spricht den Trost in uns durch's äußerliche Wort;Wie auch Augustinus spricht: Lnpientia mittitur guotiäio in vor-äu vroäontiuin *).

Und ist der Sohn das lebendige Wort, und der heilige Geistwird durch Ihn gegeben, wie geschrieben ist, Joh. 15 (26):Ich >will euch vom Vater den Geist der Wahrheit senden!" und 1.Joh. 4 (13):Dabei erkennen wir, daß Er in uns ist; dennvon seinem Geiste hat Er uns gegeben." Und so der Sohn dmheiligen Geist gibt in Betrachtung des Evangelii, so ist diesesdas eigentliche Werk des heiligen Geistes, Freude im Herzen, Liebezu Gott, Starke und Anrufung zu Gott, wie St. Paulus,Rom. 8 (15) spricht:Ihr habt den heiligen Geist empfangen,dadurch ihr schreiet: Abba, lieber Vater!" und Zach. 12 (10):

Ich will über das Haus Davids ausgießen den Geist der Gna-de und des Gebets;" d. i., dadurch ihr Freude fühlet, daß ihrwisset, daß ihr in Gnaden seid, und der euch treibet zu ernstli-cher Anrufung.

Und ist also das gläubige Herz ein Tempel Gottes, darinGott wahrhaftiglich wohnet und die Seligkeit wirket, und sindzugleich die drei Personen beisammen. Durch das äußerliche Wortist der Sohn Gottes da kräftig und zeiget den Vater, daß gewißder Vater gnädig sei, und gibt der Vater durch den Sohn denheiligen Geist, wie St. Paulus spricht zu den Galatern (4, 6):Gott hat gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen."Durch das Wort ist die Erkenntniß, durch den heiligen GeistFreude an Gott und Liebe zu Gott, und neuer Gehorsam. Die-sem Allen sollen christliche Menschen fleißig Nachdenken.

Und zur Betrachtung der Eigenschaft jeder Person ist sehrbequem, im Gebet diese Form zu halten, welche die Prophetenund Apostel , und hernach viele heilige, gelehrte, christliche Men-schen gebraucht haben, und ist recht, daß wir unsere Anrufungweit absondern von der heidnischen Anrufung, und betrachten,was wir ansprechen, und wo und wie sich Gott geoffenbaret hat,

*) Die Weisheit wird täglich in die Herzen der Gläubigen gesandt.