Druckschrift 
4 (1829)
Entstehung
Seite
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2 Hauptartikel christlicher Lehre,

anders, denn der Propheten und Apostel Schriften, und die Sym-bol« dem Volke vorlesen oder sprechen, und dabei eine Erinne-rung thun, wie eine Grammatik, was der Sprache wahrhaftigerVerstand sei, was Gott genennet ist, was erschaffene Dinge sind,was diese Namen, Leib, Geist, Person, Gesetz, Sünde, Evan-gelium, Verheißung, Glaube, Gnade, Gerechtwerden, Gottesdienstu. s. w. bedeuten. Und ist eine hohe, große Weisheit, und gött-lich Licht, dieser Namen und der Sprache rechten Verstand em-pfahen und behalten, und soll dazu der Katechismus dienen.

Nachdem nun der allmächtige Sohn Gottes, JesuS Chri-stus, seine Lehre wiederum durch den ehrwürdigen Herrn DoctorMartin Luther gnädiglich hat scheinen lassen, und der Päpsteund Mönche Jrrthum und Abgötterei gestraft hat, und ich her-nach als ein armer Schüler zur Visitation und Confession gezo-gen bin, habe ich von vielen Sachen mit Vielen disputirenmüssen, dadurch ich verursacht bin, diese Anleitung, I-ooos 1'lieo-loglvos, zusammen zu ziehen, und habe solches ganz einfältigerMeinung gethan, ist auch mein Gemüth nicht anders gewesen,und ist noch nicht anders, denn die einige Lehre, die in densächsischen Kirchen laut der Confession, die zu Augsburg 1530durch unsere Kirche überantwortet ist, zu erzählen. Habe alsodiese Anleitung dem jungen Volke zur Erklärung der vornehin-sten Namen, gleich als einen Katechismus zusammen gezogen. !Ob nun dieses leicht, oder nicht leicht zu thun sei, mögen dieVerständigen richten.

Und dieweil ich befunden habe, wie schwer mir dieses ist,bitte ich den christlichen Leser, er wolle nicht ein unfreundlicher !Richter sein, und unterwerfe mich und alle meine Schriften derKirchen und der Universitäten Urtheil, welche der gedachten Augs- ^burgischen Confession anhangen, und obgleich ihrer Viel wider dieseLehre, und nämlich wider mich geschrieben haben: als Cochläus,Alfonsus, Perionius, Oslander und Andere, tröste ich mich dochder wahrhaftigen Kirche Urtheil. Denn diese Streite sind alle-zeit, und hat ein Jeder wider solche Feinde Trostes genug, soer selbst vor Gott erkennet, daß er recht lehret, und dienet treu-lich in seinem Berufe, und hat Zeugniß der wahrhaftigen Kir-chen. Dieses Werk sende ich Euch, als einer christlichen Person,die in rechter Gotteserkenntniß und Anrufung lebet, und ihre tu-gendsamen Kinder auch dazu aufziehet, welchen diese Arbeit indeutscher Sprache nützlich sein mag. Der allmächtige Gott, Va-ter unsers Heilandes Jesu Christi, wolle um seines Sohnes Jesu