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3 (1829)
Entstehung
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264
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264 Antwort der Fragstücke von kaiscrl. u. papstl. Gewalt.

werden durch den christlichen Synod. Denn der Papst ist nichtder höchste Richter, sondern ein christlicher Synod ist über denPapst, welches gewiß ist aus dieser Regel: Die Loolesiae! (Sagees der Gemeinde!) Und diese Levlesia oder Gemeinde ist anGottes Wort gebunden, und beide, Papst und Kaiser sind schul-dig, einen christlichen Synod zu berufen; und so der Papst nichtdazu helfen will, soll der Kaiser selbst mit Rath christlicher Per-sonen einen Synodum versammeln. Dieses ist oft also gehalten.

Als da Athanasius in 8vnoäu condemnirt ward, undAnus wieder nach Alexandrien gesendet wurde, hat Constans großeArbeit gehabt, den 8^no<Ium 8ar(Iicon8em zusammen zu brin-gen, darin das 8)ml)oIum Moavimm wiederum consirmirt ist.

Daß man aber dagegen spricht: Es möchten die Könige ovn-trnria» 8/noäo8 machen, wie unter dem irrigen Kaiser Constan-tia viel Mal geschehen ist, und wie zu unfern Zeiten in Englandcontrario. vecreta gemacht; darauf ist diese Antwort: Obwohlleider viel Spaltungen zu allen Zeiten vorfallen, so muß dennochdiese Regel bleiben, daß man in der rechten Kirche Gericht ha-lben soll, und daß das klare Wort Gottes Richter ist, welchesdurch den Synod soll ausgesprochen werden, obgleich Viele dage-gen stürmen und nicht folgen; als da die Apostel Actorum 15.das Urtheil sprachen vom Abthun der Ceremoniecn Moses, sindWiele ungehorsam gewesen, die dennoch Christen genannt waren.Gleichwohl bleibt alle Zeit ein Häuflein, das die rechte Kircheist, und darin bleibt die Wahrheit, ob sie gleich Verfolgung lei-det; und welcher Theil die rechte Kirche sei, können alle Gottes-fürchtige und Verständige aus klarem Gotteswort urtheilen.

Als: obgleich 8)-noiIu8 1'rillentino dieses Oecrotmn gemachthat: Du sollst alle Zeit im Zweifel bleiben, ob du Vergebungder Sünden hast; so können doch Alle, die christlichen Verstandund Uebung des Glaubens in rechter Bekehrung und Anrufunghaben, aus klarem Gotteswort: älu8titicoti Inle pacein Incho»»u8:(wenn wir gerechtfertigt sind durch den Glauben, so haben wirFrieden mit Gott) sehr wohl verstehen, daß der 8)-no<Iu8 siri-üontinu einen groben, sehr schädlichen Jrrthum gesetzt hat.

Die neunte Frage:

Ob ein Papst seines Amtes entsetzt werden möge? und durchwen?

In vielen diesen Fragen ist leichtlich zu richten, was rechtoder nicht recht ist, so man die Aemter anschauct, nicht die