Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
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Bedenken vom Sacramentsstreite. An JohannMorenberg, Rathsherrn in der löblichen königl.und christlichen Stadt Breslau.

xNottes Gnade, durch seinen eingebornen Sohn Jesum Chri-stum, unfern Herrn und Heiland und wahrhaftigen Helfer zuvor!Ehrbarer, weiser, günstiger Herr! Die Acten, davon E. E. schrei-ben, sind nicht anher gekommen, und es mögen E. E. darnachfragen lassen, wo sie geblieben sind. Ich habe aber von diesemunseligen Gezanke Bericht aus der Schrift des Herrn Adami, undsonst, und kürzlich zu antworten, ist dieß mein treues christlichesBedenken, daß den Herren Pradicanten und Allen, so die Kircheoder Jugend unterweisen, ernstlich geboten werde, daß sie nichtGezanke in Kirchen oder Schulen anrichten von dieser oder an-dern Sachen, sondern so Jemand Etwas zu disputiren vor hat,soll er dasselbe in Schriften fassen, und einem ehrbaren Rath,oder den verordneten Herren der Kicchcnregierung allein und erst-lich zustellen, und nicht unter das Volk ausbreiten; und daß ^die Herren solches selbst erwägen und sonst Rath suchen bei ver-trauten Personen und Kirchen, wie die Herren zu Nürnberg lan-ger denn dreißig Jahre gethan haben, und damit Osiander undandere unruhige Leute im Zaum gehalten haben, und viel Un-ruhe verhütet, und haben der ehrwürdige Herr I)r. Luther unddie andern Legenten allhier vielmal in nürnbcrg'schen Sachen ge- ^sprachen. Diese erste Meinung, bitte ich, wolle E. E. zu Ge- ^müthe führen; denn es kann kein Part dieses für unbillig ach- !ten, daß man andrer Kirchen Gericht höre, und nicht aus eignemTrotz Uneinigkeit anrichte.

Zum andern habe ich vernommen, daß die Herren Pradican-ten in Euren Kirchen sich vereinigt haben, wie sie gleichlautendvom heiligen Sacrament reden wollen, und nicht weiter Dispu-tationen auf den Predigtstuhl bringen. Davon denke ich, daß