und Stände Augsburgischer Confession. 219
reckt bade; darauf sprcch' ick erstlich: Sucht man Friede, so kann,menschlich zu reden, kein anderer Weg dazu sein, denn daß dermehrere Thcil Richter ist; dabei ist auch dieses zu bedenken, daßnicht allein der Personen Stimmen alsdann zu merken sind, son->dem aus was Grunde in göttlicher Schrift sie sprechen, und Pau-lus sagt: Die Kirche soll richten.
Wo nun wahrhaftige Kirche ist, sind etliche viel Personen,die rechten Verstand haben und einträchtig sind, die sollen auchGrund ihres Urtheils aus göttlicher Schrift und aus bewährtenZeugnissen anzeigen, wie Paulus Rom. 12: Die Auslegung sollsein analoZa llllei. Auch sollen die Fürsten selbst dazu reden,und haben gleichwohl voce8 «leoi^vas, als andere gotlcsfürchtige,verständige Personen.
Gott will, daß jullieia Lvelesias sind, wie 1. Kor. 14 ge-schrieben ist: Darum gibt Ec auch in ftiner wahrhaftigen Kirchedazu etliche viel einträchtige Personen, wie geschrieben ist: I7bi-vungus 8lliat lluo aut tros vonFreAati In nvnaine ruso, inineäio eoruin sum*).
Derselbe allmächtige Sohn Gottes wolle der christlichen Kur-und Fürsten Herzen und Rath in dieser Sache regieren und zuseiner Ehre uns Allen Gnade und Einigkeit geben! Amen.
4. Nartii ^mno 1558.
*) Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ichMitten unter ihnen.