Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
193
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Fürstliches Schreiben und Antwort «. 19 Z

Zuthun und Fleiß, jedermänniglich desto mehr bekannt gemachtwerde, sich vor solchen schädlichen Jrrthümern habe zu hüten undvorzuschen, und in Verblcibung desselbigen uns nicht Ursache ge-geben werde, die Unser» abzufordcrn.

Denn dieweil vor Augen, daß sie auf Euch allein, und Eurehiervon ausgegangenen Schriften ein sonderliches Aufsehen ha-ben, so wollen wir uns zu Euch unzweifentlich und gnädig ver-sehen, Ihr werdet Eurem Beruf nachsetzen und ungescheuet män-uiglichen auch auf diesem 6ol!oguio, ungeachtet Urentii oder An-derer affectionirtcr Leute, die Wahrheit öffentlich an Tag bringen.Denn dafür wollet Ihr es gänzlich und unzweifentlich halten, daßin diesen letzten Zeiten uns mehr Nichts erfreuen sollte, dennwenn unsere Theologen mit Euch, und Ihr hinwiederum mit ihnen,als aus einem Hause, und da es möglich, auch mit der reinenLehre verwandt, einig wäret, und also alle Zwietrennung, wie dievorfallen mögen, wie Ein Glied, zum höchsten verdammen undwiderfechtcn werden; in maßen bei weiland Herrn Johann Frie-drich des Aeltern, Herzogen zu Sachsen, Churfürsten und Burg-grafen zu Magdeburg w. Unsers gnädigen, lieben Herrn undVaters seliger und löblicher Gedächtnis, Regierung gewesen,und geschehen.

Daran werdet Ihr Gott, dem Allmächtigen, zu Gefallenhandeln, auch hierdurch an vielen Orten große kräftige Jrrthümerund Secten, so von der Augsburgischen Confession durch solcheTrennung eingeführet und ausgezogen, Vorkommen, wie uns dannEure Standhaftigkeit und christlich Gemüth, so Ihr auf jetzigemColloquio zur Verdammnis der Corruptelen und Secten vorge-wandt, sonderlich gerühmet worden, welches wir von Euch, alsdem Vornehmsten, nicht mit geringer Freude gerne gehöret; woll-ten uns zu Euch gnädig und unzweifentlich versehen, Ihr werdetEuch, was zu Pflanzung reiner göttlicher Lehre und Abwendungder Aergerniß dienlich, nicht abwenden noch schrecken lassen; aber-mals gnädiglich begehrend, Ihr wollet solche unsere Erinnerung, diewir anders nicht, denn aus sonderlichem christlichen Eifer von Nöthenermessen, wohl gemeint vermerken, und sind Euch mit Gnaden undGutem geneigt. Datum Meißenheim den 29. Septenib. Anno 1557.

Johann Friedrich der Mittleremanu propria ncripzit.

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III.