Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
130
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130 Daß der Mensch re. gerecht werde.vor Gott von wegen rc.

tirnr et oonsolntlononr scripturnrum *) ete. Und ist des Stcnk-felds Phantasie dahin gerichtet, daß man die Leute von Betrach-tung göttlicher Schrift auf eigene Phantasie führe. Er streitetauch wider diesen wahrhaftigen nothigen Trost: durch Glaubenwerden wir gerecht, und saget von Bergöttung rc., welches imGrunde allein dieses ist: der Mensch sei gerecht, nicht um desHerrn Christi willen, aus Barmherzigkeit, sondern von wegenden neuen Wirkungen oder Tugenden in ihm, davon Erinnerunggeschehen in dem vorigen Artikel dieser Schrift. Hie ist alleinin Kürze diese nöthige Vermahnung angehänget, daß sich gottes-fürchtige Leute nicht lassen irre machen, auch nicht Spaltungenin diesen Kirchen erregen durch des Schwenkselds Jrrthum undLästerung.

Und nachdem alle Obrigkeiten schuldig sind, Gott zu Ehrenund der Menschen Seligkeit zu dienen, reine christliche Lehre zupflanzen, und Jrrthümer, Abgötterei und Gotteslästerung abzu-schaffen, bitten wir aus treuer christlicher Pflicht, sie wollen ihrAmt hierin ordentlich brauchen, Gott zu ehren und ihnen undandern Christen und den Nachkommen zu Gute, und wollen christ-liche Einigkeit in ihren Kirchen, darinnen rechte Lehre gepredigetwird, nicht lassen zerrütten.

Der allmächtige Gottes Sohn, Jesus Christus, der mitdem tiefsten Seufzen gebeten hat, daß sein ewiger Vater diesesin der Kirche wirken wolle, daß wir Eins sind in Ihm, wollesolches auch in uns Allen gnädig wirken! Amen.

*) Der Glaube kommt aus dem Hören. Das Evangelium ist eineKraft Gottes, selig zu machen Alle, die daran glaube». Daßwir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben.