Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
129
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von wegen des Gehorsams des Mittlers rc. 129

6) Diese propositio ist auch nicht recht: der Wiedergebornenach Adams Fall ist gerecht gleicher Weise, wie Adam vor demFall war, »eilioot non imputatione soll iniialiitatione, vel ori-Ainali Justitia (nämlich nicht durch die Zurechnung, sonderndurch die Jnwohnung, oder die ursprüngliche Gerechtigkeit).

7) Diese lloknitio: gustitia ist dieses, das macht recht thun,soll allein als eine Gesetzeslchre verstanden werden, und soll Un-terschied zwischen dem Gesetz und Evangelio und zwischen der Ge-rechtigkeit der Person vor Gott, und der gerechten Werke treu-lich erkläret und erhalten werden.

8) Dieses ist auch nicht recht, so Etliche sprechen: knie«UMU8 zusti, «ciliovt praeparative, ut Posten »innis zusti gu-«titin ossontiali *). Dieses ist im Grunde päpstisch und Vertil-gung des Glaubens, und ist allein dieser Unterschied zwischenpäpstlichen Neben und dieser Rede, daß die päpstlichen ekoetunrnennen, wir sind gerecht von wegen der neuen Tugenden undWerken, so nennen sie die erumam, wir sind gerecht darum, daßGott solches wirket, und wird also der Mensch von dem Mittlerabgesührt.

9) Diese Neben sind ganz zu verwerfen, vliolliontin 6Kri-sti, wird genennet zustitia tropics. Onistus zustilieat per ao-eillons.

Es sollen auch die Leute verwarnet werden, sich vor Schwcnk-felds Schriften zu hüten, der in vielen Artikeln Jrrthümer vor-gibt, und lästert unsere Kirchen unbillig und braucht eine List,die jetzt gewöhnlich ist, läßt kein ganz vorpu« christlicher Lehreausgehen, daß man einen Grund von ihm fassen könnte, wie eintreuer Lehrer zu thun schuldig, sondern kriecht in seine Winkelund zwacket aus unserer Kirchenlehre etliche Stücke, die er an-sicht, Spaltungen anzurichten. Vor solchen Nachtraben soll mansich hüten. Durch Gottes Gnade ist die Summa unserer Lehreein Licht von allen nöthigen Artikeln, und können alle Gottcs-fürchtigen davon Zeugniß aus göttlicher Schrift haben. Vornehm-lich aber treibt Schwenkfeld auf Verachtung des geschriebenen gött-lichen Worts und spricht: Gott wirkt nicht durch das äußerlicheWort. Dieses ist öffentlich wider die klaren Sprüche Pauli:kille» ex rmllitu e»t. LvsnAeliuin «8t potent!» Del all »alu-tem omni erellenti. Item: Ut spem irabeamus per patien-

') Durch den Glauben sind wir gerecht, nämlich vorbereitungsweise,daß wir nachher gereckt werden durch die wesentliche Gerechtigkeit.

m. o