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3 (1829)
Entstehung
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Daß der Mensch rc. gerecht werde vor Gott rc.

Darauf ist diese kurze Antwort, daß dicstlbige Erklärunggnstitinv allein eine Gesetzlchrc ist, die sich ganz nicht reimet zudiesen Sprüchen Pauli:Dem Gott Gerechtigkeit zurechnet ohneWerk." Item:Der Gerechte lebet seines Glaubens." Item,lsustllioati ticke paoein üabomu» (So wir gerecht sind durch denGlauben, haben wir Frieden!); denn hier heißt sustiw: Gott ge-fällig, und zu8titia: Vergebung der Sünden haben, und Gott ge-fällig sein um Christi willen, nicht von unsers Rechlthuens,und ist hier Nolh, Unterschied des Gesetzes und Evangelii zu er-halten.

Nachdem wir kurz erkläret haben, was unsere Lehre ist indiesem Artikel, welche gewißlich ist die ewige Lehre, in der Pro-pheten und Apostel Schriften, also klar ausgedrückt, daß bei Got-tesfürchtige« kein Zweifel davon ist, und ist in der Confessio»der Kirchen reiner Lehre treulich rcctiret, bezeugen wir, daß wirbei dieser Lehre und in gemeiner Einträchtigkeit unserer christli-chen Kirchen, durch Gottes Gnade bleiben wollen, und verdam-men Alles, was dieser Lehre widerwärtig ist.

Derhalben sollen diese Reden im Predigen und Lehren auchsonst nicht gebraucht werden:

1) Der Mensch wird gerecht von wegen der wesentlichen Ge-rechtigkeit.

2) Der Mensch wird gerecht von wegen der wesentlichen Ge-rechtigkeit Gottes des Vaters, Sohnes und heiligen Geistes.

3) Der Mensch wird gerecht vor Gott von wegen der Ein-wohnung Gottes.

4) Gerechtigkeit ist die Einwohnung Christi, darum unsGott Gerechtigkeit zurcchnet. In diesen Worten ist Jrrthum, daßsie sprechen, die Gerechtigkeit werde uns zugerechnet von wegender Eimvohnung, so sie uns doch von wegen des GehorsamsChristi zugcrechnet wird, und der Glaube vertrauen soll auf denGehorsam Christi, und nicht auf die Jnwohnung.

ü) Man soll auch nicht also reden: Es sind zwei oder mehrTheile zustilioationin, tickes, iiiliabitativ, buna »Peru etc., dennsiintiiicatio eorain Deo ist Vergebung der Sünden empfangen,und Gott gefällig werden um Christi willen; dieses soll unter-schieden werden von folgenden Wirkungen Gottes und guten Wer-ken, damit nicht dieser Verstand folge: wir sind gerecht von wegendes folgenden angefangenen neuen Gehorsams. Wie auch dersel-bige folgende angefangene neue Gehorsam Gott gefällig ist, dasist in unfern Kirchen durch Gottes Gnade oft erkläret.