Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
127
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von wegen des Gehorsams des Mittlers ec. ' 127

der Gehorsam Christi, begleichen die Vergebung nicht ewigeGerechtigkeit: darauf ist klar zu antworten: Daniel setzet dabei,die Missethat werde versöhnet und die Sünde versiegelt, und nen-net ausdrücklich den Herrn Christum, und verkündiget seinen Tod.Dieses soll man nicht auslasscn, sondern zugleich fassen, und sinddiese Worte:ewige Gerechtigkeit" also einfältig zu verstehen:Vs consnmmato benelleio, von der Vergebung und ewigem Le-ben, wie die Propheten oft mit kurzen Worten die Summa al-ler Güter Messt« fassen, und dabei anzeigen, daß es ewige undnicht vergängliche Güter sein werden, wie Jesaias in gleichemVerstand spricht, Kap. 9:Der Friede wird kein Ende haben;"und Kap. 45:Israel wird errettet durch den Herrn mit ewi-ger Erlösung;" d. i., der Sohn Gottes ist gesandt, daß Er Sündeund Tod wegnehme, und seinen Gläubigen wiederum Leben, Ge-rechtigkeit, Friede und Freude forthin in Ewigkeit gebe, darin, wieSt. Paulus spricht:Gott Alles in Allem sein wird; d. i.,Gott wird allein in den Seinen leuchten und regieren, und wirdSünde und Tod nicht mehr mit ihnen zu thun haben. So nen-net auch die Epistel nd Hsbrneo8, rsdemtionem aetsrnrun seineewige Erlösung).

Auf diese Sophisterei ist sehr leicht zu antworten:

Uiserioordin ^ustitivat (die Barmherzigkeit machtgerecht).

Maerieordia, e8t es8sntia vei (die Barmherzigkeitist das Wesen Gottes).

vrAo S88sntia vei zll8tiüeat (folglich macht dasWesen Gottes gerecht).

Darauf ist zu antworten: ülmerioordia, gnas «8t e88entin,)u8tilrvut, ut «mm» oküv>on8*), wie Paulus spricht:Gottist, der gerecht macht." Darnach ist weiter die Frage, de modo,wie und gegen welchen erzeiget Gott seine Barmherzigkeit? Da-von wird hier geredet, nämlich also, daß Ec allein um des Mitt-lers willen diesen Sünde vergibt und Gerechtigkeit zurcchnet,die mit rechtem Glauben auf den Mittler vertrauen, daß sie sol-ches empfangen von wegen seines Gehorsams.

Etliche erklären das Wort zuatitia also: Hi8titin ist dieses,das uns machet recht thun; dieweil denn allein die Gottheit ma-chet recht thun, machen sie diese Folge, daß allein die GottheitGerechtigkeit sei.

*) Die wesentliche Barmherzigkeit macht gerecht, als die wirkende Ursach.