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3 (1829)
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124
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124 Daß dcr Mensch rc. gerecht werde vor Gott rc.

MU8 liilooki in «lileoto! und was wäre uns damit geholfen, wennwir gleich aller Engel Tugenden hätten, und wüßten nicht, obund wie wir Gott gefällig sind?

Und ist darum der Sohn GotteS nicht allein als Versöhnergesandt, sondern ist auch dazu bald nach Adams Fall geoffenba-ret, daß Er uns diesen gnädigen Willen des ewigen Vaters ver-kündigte, wie Er spricht:Niemand kennet den Vater, denn derSohn, und welchem es der Sohn offenbaret." Diese wunder-barliche und gnädige Offenbarung soll man nicht in den Windschlagen, und den Glauben und Vertrauen auf den Herrn Chri-stum auslöschcn mit diesen Gedanken: darum bist du gerecht,daß Gott viel schöne Tugenden in dir wirket. Da der ProphetJesaiaS spricht:Die Erkcnntniß meines gerechten Knechteswird Viel gerecht machen;" hat er vorher gesagt, wie man Ihnerkennen und auf Ihn vertrauen soll, nämlich durch seine Wun-den sind wir gcheilet. Mit dieser Erkcnntniß und Glauben sol-len wir uns in seine Wunden legen, also werden wir Gottgefällig.

Also sollen auch die Sprüche im Jesaia und Jcremiaerkläret werden. In Domino sustiiicntur omn« seinen Israel.Item, Ivdova Justitia nostra*). In diesem Leben sind wir ge-recht in Christo vor Gott, von wegen seines Gehorsams undFürbitte, und wird durch Ihn in den Gläubigen die Verncuerungangefangen, die hernach im ewigen Leben vollkommene Gerechtig-keit wird, wie St. Paulus spricht:Durch Ihn haben wirGnade und Gabe darum, daß dieser Mensch, Christus geliebetist," und sollen die Sprüche Jesaia und Jercmiä nicht vonder einigen Natur und allein auf die Jnwohnung gezogen wer-den, sondern sic reden vom ganzen Herrn Christo, und vondcr ganzen Wohlthat, ot cko oonsummato bonotioio (von dervollendeten Wohlthat), in diesem und dem ewigen Leben.

Etliche sprechen also: man soll das Werk nicht höher ach-ten, denn den Meister; darum soll man nicht sprechen, der Ge-horsam Christi wird uns zur Gerechtigkeit zugerechnet, sondernman soll die Person nennen; diese Person, Christus, sei un-sere Gerechtigkeit. Dieses wird von dcnselbigen darum vorgege-ben, daß sie den Gehorsam verdunkeln, und weisen die Leute zurWirkung, daß sie gedenken sollen« darum sind sie gerecht, daß

In dem Herrn wird aller Same Israels gerecht. Jehova ist

unsere Gerechtigkeit.