Bedenken auf's (Augsburger) Interim, vom I. 1548. 95 ,
Taufe wiederum mögen angenommen werden; es ist auch recht,daß ein gemeines Bekenntniß und Demuth sei, daß diejenigen»so die Absolution begehren, eine Anzeigung geben, daß sie sill>Sünder und schuldig vor Gott bekennen.
Aber daneben wollen wir die Gewissen nicht mit dieser ge-fährlichen und unnölhigen Last beladen, daß sie meinen sollen, d ieSündenerzählung in Sperre sei nöthig.
Und dieweil dieser Artikel aller Menschen Gewissen betrifft,rächen wir auch nicht, daß Andere dieses Stück willigen.
Von der Satisfaction.
Von der Satisfaction ist viel gelinder im Buch geredet,denn vor Zeiten in der Mönche Lehre; es sind aber weitläufigeReden, die noch viel Erklärung bedürfen, darum wir diesen Arti-kel auch eines Jeden eigenen Erklärung und Bekenntniß befehlen,.
Vom Sacrament des Leibes und Blutes Christisind unsere»Kirchcn nicht wider das Buch, so aber von Jeman-dem weitere Erklärung von diesem Artikel gefordert wird, denlassen wir in eigener Bekenntniß davon reden.
Von der Priesterweihung
lassen wir uns nicht mißfallen, daß sie in der Sacramenten Zah lgerechnet werde, so sie recht und christlich gehalten wird, undwünschen, daß sie in allen Landen mit großem Fleiß gehaltenwürde, daß es nicht allein eine Ecremonia und Spektakel war,!,sondern daß die Ordinandcn wohl verhört und unterwiesen wür-den, und daß bei der Ecremonia ernstliche Gebete geschähen. Item»daß auch hernach ein fleißig Aufsehen aus die Lehre und Tittender Priester geschähe.
Von der Ehe
ist dieser Artikel nöthig, daß in der Ehescheidung der unschul-,digcn Person die andere Ehe zugelassen werde, darum dasselbige,Stück im Buch von dieser Maße der Ehescheidung, daß sie nicht!ferner, denn zu Bette und Tisch geschehen möge, nicht zu willigen.
Von der Messe.
Das Buch bekennet, daß die Messe nicht Vergebung deicSünden verdiene, das ist wahr; daß sie hernach weiter SprücheauS den alten und neuen Lehren vom Opfer einführen, ihre Pri-