Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
87
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Der Theologen zu Wittenberg Rathschlag u. Bedenken rc. 87

bei einander sind, ihre Einigkeit erhalten, wie doch alle Christenschuldig sind, zu gemeinem Schutz der Kirchen, mit einander Ko-sten und Arbeit zu tragen, wie geschrieben stehet, 1. Joh. 3:Daran erkennet man die Liebe; wie Christus sein Leben füruns gegeben hat, also sollen wir auch unser Leben für unsereBrüder geben." Dieß sind alle Christen zugleich schuldig, woferne sie einander Rettung thun können, und wo Bündnisse zusolchem christlichen Schutze gemacht werden, damit die Hilfe eineOrdnung habe; so sind solche Bündnisse christlich und Gott ge-fällig, und so andere christliche Fürsten, Stande oder Städte se-hen, daß ihnen diese zu Gute, Kosten und Arbeit tragen, sollensic sich auch billig zu ihnen thun, und nicht diese allein arbeitenlassen. Aber cs ist nicht ungewöhnlich in der Welt, daß Anderearbeiten und sorgen, und Andere Genuß haben davon, ohne Müh'.nd Sorge. Es bedarf aber auch Weisheit, wie man Bündnissemache und brauche, nämlich, daß die Herzen Gottes Ehre zuvör-derst suchen. Item, daß sie nicht Leute darein mengen, die selbstZerrüttung und Spaltung anrichten. Item, daß man vornehm-lich auf Gott vertraue. Also hat Gott den Stamm Juda ge-straft, daß er sich an Aegypten hängete, und so bald Judas Mak-kabäus den Bund mit den Römern machte, war sein Glück aus.Item, Gott strafte den Josaphat, daß er sich mit dem Achabverbunden hatte. 2. kuralip. 19, derhalben wohl zu bedenken ist,welche Leute anzunchmen sind, oder nicht.

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