auf dem Reichstage zu Regensburg 1541 rc. 79
mente unrein werden, so doch geschrieben stehet: „Den Reinenist Alles rein rc."
Aber in diesen ganzen Sachen wollen wir uns hiermit ge-zogen haben auf andere unsere vorigen Schriften vom Ehestandund Klostergelübdcn, darin wir genugsam und klar angezeigt, wievielfältige Jrrthümer seien in dem Mönchsleben, wie es bishergewesen; darum wollten wir nicht gern, daß solche Jrrthümersollten wieder aufgericht oder bestätiget werden.
Und dieweil vor Augen, daß an vielen Orten die Pfarr-herm und Prediger, auch Schulmeister und arme Schüler, nichtUnterhaltung haben, fordert die gemeine hohe Nothdurst, daßvornehmlich solchen Personen, aus den Klostergütern geholfenwerde. St. Paulus spricht: „Kein Kriegsmann dienet ohneSold." Nun sind solche große Güter und Einkommen der Klö-ster erstlich den Kirchen gegeben zu Erhaltung des Predigtamtcsund Selsorger, und der Studien. Darum soll davon genommenwerden, was hiezu von Nöthen ist, daß die Kirche bestellte Die-ner und Prediger habe, und Schulmeister und arme Schüler mö-gen unterhalten werden.