Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
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24 Consultation, ob die evangel- Fürsten mit den Bischöfen

Die Verpflichtung von Calibat mußte ganz abgethan wer-den, da sie Zusagen, den Kanonikus gehorsam zu sein; denn wirwollen an die Kanones von der Digamia und andere UnrechteKanones nicht gebunden sein. Item: Diese Worte müßten ab-gcthan werden: ich gebe dir Gewalt zu opfern für die Tobten undLebendigen.

In den Ehesachen müßte man sich vereinigen von Divortio,von den heimlichen Verlöbniß, von den Graden der Sippschaft rc.

In diesen Stücken könnten sie wohl Maß finden, wenn siewollten.

Die Domstifte hielten Ceremonien, wie zuvor gesagt ist:Eine jegliche Predigt und Psalmen oder doras Canonicas; wennsie aber Communicanten hatten, hielte man die Communion mitgewöhnlichen Gesängen, und müßte ihnen der Ehestand zugelas-sen sein; möchten auch eine ehrliche Ordnung mit ihren Aem-tcrn machen, daß sie nicht allein faule müßige Personen waren,und müßte das unchristliche Wesen, das sie ganzer Christenheitzu Schmach getrieben, ernstlich gewehrt und gestraft werden.

Hiermit halten wir, sei den Bischöfen und Capiteln nichtwenig nachgegeben, und, wäre ihnen zu rathen, daß sie cs an-nehmen; denn so unsere Ordination gemeiner wird, wie wir nunvor haben, wider ihre Ordination und Stand, so diese Einigkeitnicht erlanget, wird viel härter und heftiger zu schreiben sein,und hoffen wir zu Gott, sie werden mehr und mehr fallen.

Von Klöstern.

Die Gelübde sollen für nichtig gehalten sein, und soll einemJeden erlaubt sein, heraus zu ziehen, und ehelich zu werden. Soaber etliche Alte noch im Kloster bleiben wollen, die mögen dieForm halten, wie andere unsere Kirchen, so lange diese Personenleben, und sollen keine weiter angenommen werden, und ist dasBeste, daß die Mönchcrei ganz aufhöre, reiche und Bettelordcn.

Denn daß Etliche vorgeben, man soll aus den Abteien Schu-len machen, lassen wir hingchen jetzund, dieweil noch etliche altePersonen vorhanden sind.

Aber die Jugend kann nicht lernen, wo nicht eine ziemlichegroße Versammlung ist. Man sehe, daß die Schulen in denStädten und Universitäten recht bestellt werden; da können guteiiixein-t nothdürstige Uebung haben; aus Klöstern werden nimmer-mehr gute Schulen. So würde doch mit der Zeit aus dcnselbi-