einen weltlichen Frieden rc. annehmen können. ' ZZ
ernstlich in der Kirche, und so der Prediger tüchtig, wird dasVolk gewöhnet, daß cS gern zur Kirche kommt.
Zum vierten- von Festen, steht auch wohl, daß man dieFeste Christi herrlich halt, mit gewöhnlichen Gesängen, rechter Pre-digt und Communion.
Zum fünften: wer Heili'genfest halten will, doch daß keinAnrufung «iirevtc vel inilirevte darin sei, sondern zur Lehre undHistorien; ist auch zu leiden.
Zum sechsten: von Fasten und Unterschied der Speisen mußdie Lehre bleiben; aber der Gebrauch steht bei den Herren jedenOrts; davon ist nicht zu streiten, wie wohl es dem Gewissen amsichersten ist, wo solche Menschensatzungen ganz aus den Augengethan sind, wie die Schrift gebietet, die Götzen und Altäre zuzerschlagen und auszurottcn. — Wollen sie sich mit diesen Ee-remonien sättigen lassen, das wäre gut.
Wenn aber die Bischöfe nicht allein als weltliche Fürstenmit uns handeln wollen, sondern wollten auch ihr Kirchenamtgern wieder haben, davon wird auch sonderlich zu reden sein.
Wenn gleich d e Bischöfe die rechte Lehre annehmen, diesel-bige zu fördern, und mächtige Personen dazu anzuhalten, sich er-bieten, so werden doch vielleicht die großen Städte, und etlicheFürsten nicht gern leiden, daß ihnen wiederum eine Jurisdictioeingeraumt sollte werden, und daß sie umher ziehen und visiti-ren. Dagegen ist aber auch zu bedenken, daß den Kirchen mitder Zeit von Nöthen sein wird, daß sie durch stattliche Personenvisitirt werden: denn die weltlichen Herren werden die Länge derKirche auch nicht groß achten, und werden jetzund die Priesterauf den Dörfern übel gehalten, werden auch viele Pfarren wüste.
Nun wäre cs nützlich, so sich etliche Prälaten der Kirchetreulich annehmen wollten, dieweil sie doch die Güter haben,und könnten die Visitationen erhalten, daß sie solches thäten.Dazu sind dennoch Stifte allda, und wäre gut, daß der Adelderselben genießen könnte, so fern sie auch studiren und derKirche Vorsteven wollen, nicht Kirchensachcn ganz verachten. Wonun etliche Bischöfe und Stifte rechte Lehr' und nöthige Stückeannchmen, und der Kirche wollten dienen, wäre nachzugeben, daßsie in ihren Dignitäten blieben, und behielten die Ordinatio, Vi-sitation und Jurisdiction in Ehesachen. Es müßte aber die Or-dinatio gehalten werden ohne unchristliche Zusätze, und keine an-dere Verpflichtung den Ordinanden auferlegt werden, denn daßsie Gottes Wort rcün predigen wollten.