Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
18
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tg Consultation, ob die evangel. Fürsten mit den Bischöfen

gut Werk und Gottesdienst ex opers operato. Nun ist imEvangelio keine Cercmonia ex apere operato .in Gottesdienst;ja es verwirft das Evangelium alle solchen heidnischen Wahn.Darum soll man nicht solche Werke anrichten, von der OrdnungChristi weichen, und einen besonder» Dienst erdichten; also istallezeit üiololntria in der Welt angegangen.

Zum vierten so werden sie in dieser Spektakelmesse ohneZweifel die ablatio nicht abthun. Nun gebühret Niemand, C h r i -strnn zu opfern, denn Ihm selbst.

Dieweil denn das Sacrament abermal verkehret wird mitdem Opfer, mit der Spektakelmeinung ex apere operato, soist's eitel öffentliche Abgötterei, darein Niemand willigen kann,sondern Jedermann ist sie zu strafen schuldig; es sind auch diePrälaten schuldig, solche Abgötterei zu verbieten und abzuthun.

Zum fünften: Alle Ceremonien des alten und neuen Testa-ments sind tobte Werke ohne Glauben, Joh. 4:Die rechtenAnbeter werden den Vater anrufen im Geist und Wahrheit."Und ob es gleich tobte Werke waren, mußte man sie im altenTestamente gleichwohl halten, da sie geboten, als eine äußerlicheZucht. Aber im neuen Testamente sollen sie nicht ohne Glaubengehalten werden. Darum soll man's vornehmlich halten für Zei-chen, damit Gott gegen uns handele, bezeuge, daß Er uns an-nehme. Von solchem Gcdachtniß seiner Gnaden gegen uns redetChristus, da Er spricht:das thut zu meinem Gedächtniß;"das ist zu gedenken, daß Ich für euch gestorben, euch erlöset,euch annehmen, erhören, helfen will. Diese Uebung deS Glau-bens gilt nicht für Andere, kann auch nicht für Andere gehaltenwerden, oder an eine tägliche Gewohnheit gebunden sein. Darummuß diese Ccremonia frei gelassen werden kann nicht ein täglichWerk daraus gemacht werden, ist auch kein Unterschied zwischender Laien und Priester voinmuaio, sondern ein Jeder soll nachseiner Gelegenheit sich hiermit trösten, wie Paulus spricht:Ein Jeder soll sich selbst prüfen." Darum soll man nichtUnterschied machen zwischen der Laien und Priester oommunio;man soll auch nicht Jemand gewisse Zeit, solch Werk zu halten,auflegen.

Wider diesen rechten Gebrauch streiten zwei heidnische Opi-nionen, die eine, daß die Messe ein Werk sei, Andern verdienlich,wie die Heiden und Juden ihr Opfer geachtet; die Andere istdie neue Spektakclmesse, die eine Danksagung sein soll, da wirGott hoch mit ehren, ex apere vperrrto.