Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
17
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eine» weltlichen Frieden ec. annehmen können. j.7

Für ein solches gutes Werk und Danksagung sollte auch dietägliche Messe gehalten werden, wie sie denn verstanden gewesenvon Irenneo, LuAU8tino und vielen Andern.

Antwort. Dieses ist die vornehmste Sndtilita», die Messezu schmücken, und ist nicht ohne; es ist eine menschliche Weis-heit, die sich also verirret, so sie die Ceremonien des alten Testa-ments gegen die Sacramentc hält, und werden Viele in allen Na-tionen durch den Schein verführet, wie wir vielfältig erfahren.

Und ist dagegen dieses zu reden: Wenn gleich das Sacra-ment eine solche Danksagung wäre, so sollen doch die Menschendie Ordnung und Form nicht ändern, die Christus hat einge-setzt; als nämlich: daß kein Opfer gehalten werde, und allein einDienst sei, Andern zu reichen; dieß ist die Form in der ApostelSchrift geordnet; von der soll man nicht weichen, 1. Kor. 11.

Zum andern, diese ihre Glosse ist wider den Kanon, darummuß diese Glossa vergebens sein, oder der Kanon muß wcggethanwerden; wollen sie aber den Kanon erhalten, so ist öffentlich, daßdiese Glossa ein erlogener Schein und Betrug ist; und bleibt alsoihre Messe Abgötterei und Gotteslästerung, wie man auch beidenselbigen Glossatoribus siehet, daß es nicht ihr Ernst ist, be-halten den Kanon wider ihr Gewissen, und spotten Gottes.

Zum dritten ist die Regel zu merken: Menschen sollen nichtGottesdienst ohne Gottes Wort und Befehl anrichten. So mannun dieses Werk anrichtet, daß also ein besonderer Stand sei,Messe zu halten, so wird dieses Werk dafür gehalten, als sei esanders, denn der Laien Communion, und müsse ein solcher Got-tesdienst sein in der Kirchen.

Das ist nun einen besonder» Gottesdienst anrichten, welchesernstlich verboten.

Und aus diesem vermeinten Unterschied folgen andere großeGotteslästerungen, wie zuvor geschehen, da man dafür gehalten,die Messe sei ein besonderer Gottesdienst, den die Laien nichtkönnen thun, ist gefolget die ^pplicatio, daß cs ein Werk sei,das die Priester müssen für gemeine Kirchen thun.

Zum anderen, damit es nicht ungewiß würde, haben sieweiter dazu gesetzt: es verdiene ex vpere vpsrato. Diese Jrr-thümcr folgen hier auch unvermeidlich; so man hält, daß diesesWerk eine gemeine Danksagung sei, folget alsbald, damit sie nichtvergeblich sei, müsse sie gelten ex vpere vperato, und haltendie Pfaffen Messe als einen Spektakel, als so man eine '1'rn-Aoe.Iiam von lulli Tod gespielet hat, und denken, es sei ein

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