Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
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12
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12 Consultation, ob die evangel. Fürsten mit den Bischöfen

gen wollten, und gleichwohl das Ihre halten, und also auf eineäußerliche gleißende Vergleichung handeln, da würde keine bestän-dige Einigkeit folgen, sondern sie müssen erstlich sich vernehmenlassen, ob sie diese Lehre für recht halten, und bei den Ihrigenzulassen wollen.

Da werden sic vielleicht etliche Artikel vornehmen, und miteiner Maße wollen annehmcn, werden sagen, unsere Schriften sindvielfältig und ungleich, darum müsse man gewisse Artikel machen,werden vielleicht Etliche strafen und anhaltcn, daß man sie flickenund andern soll.

Darauf ist unser Bedenken, daß wir uns nicht einlasscn,neue dunkele und ungewisse Artikel oder Flickwerk zu machen, son-dern ihnen Vorhalten, die Summe unserer Lehre sei gefaßt in derConfessio und Apologia; von derselben Meinung gedenken wir nichtzu weichen, und so Jemand etwas darin Mangel hatte, als solltecs nicht genug erkläret sein, so waren wir da, erböten uns mitallem Fleiß anzuzeigen schriftlich und mündlich, was der Verstandin unseren Kirchen sei, auch also zu verantworten, daß ohne Zwei-fel alle Verständige und Gottesfürchtige daran sollten zufriedensein. So wären auch alle diese Artikel nach der Länge in ande-ren unseren Schriften genugsam gefaßt, als »ck Kalatas eto., undhätten nicht Scheu, mit ihnen zu untcrreden davon, so lange siewollten, daß wir einander nach Nothdurst verstehen möchten.

Aber Artikel mit ihnen zu stellen, also daß man sie hin undwieder dehnen möchte, und mit Worten zu spielen, wie ihre Weiseist in solchen großen wichtigen Sachen, das wollen wir nicht thun.

Zu Augsburg protestirten sie mit ausgedrückten Worten,es sollte nicht die Meinung sein, daß sie wollten unsere Lehre an-nchmen, sondern es solle die Handlung dahin gericht sein, unsauf ihre Meinung zu bringen, so fern sie möchten, haben auchdarnach elende jämmerliche Sophisterei gesucht, sich zu flicken.

Dieweil wir nun gesehen, wie unlreulich sie handeln, geden-ken wir nicht zu Nachtheil und Verblendung der rechten Lehre,neue geflickte Artikel von der Lehre mit ihnen zu machen, son-dern ist genug, so sie etwas strafen, daß wir uns deutlich undnach Nothdurst dcclariren; wollen sie cs annehmcn, ist gut, wol-len sic nicht, so müssen wir cs Gott befehlen; dieß ist ja nichtsUnbilliges.

Und so viel wir achten können, werden sie vornehmlich inden folgenden Artikeln der Lehre grübeln wollen. Sic lassen dieheilsame Lehre vom Glauben nicht unverblcndct, werden «ola üäe