Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
Seite
13
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einen weltlichen Frieden ec. annchmen können. 1Z

nicht leiden wollen, darum werden sie aber Etwas daran flickenwollen.

1) Wir sind gerecht durch Glauben und Werk, oder wirsind gerecht durch die Gnade, und verstehen Gnade die Lieb' inuns, und sind der Glößlin mancherlei.

2) Item vom Nerito werden sie zanken, werden auch glos-siren, es sei nicht Verdienst aus eigener Würdigkeit, sondern die-weil cs dazu angenommen und verordnet, es sei aber gleichwohlVerdienst, denn ewiges Leben könne nicht ohne Verdienst erlangetwerden, denn der Text spricht:Euer Lohn wird groß im Him-mel sein."

3) Item: cs sei nicht wahr, daß in den Heiligen Sündebleibe.

4) Item von der Kirche werden sie streiten; Kirche heißeauch der Gottlosen Haufen, der im Amt ist, welches sie darumstreiten, daß sie die Verheißungen auf sich deuten mögen: dieKirche werde nicht verlassen, könne nicht irren, werden auch viel-leicht den Papst mit cinmengen; Kirche heiße das Volk, das denrömischen Bischof für den höchsten Bischof erkennet, und vonihm ininistros begehret und annimmt.

5) Von der poenitontin werden sie streiten, man soll Er-zählung der Sünden gebieten.

6) Dieweil auch in der alten Kirche ein Narrenspiel gewe-sen mit der satiskrction, wollten sie gerne eine Siltiskaction er-halten, daraus folgen viele andere Jrrthümer.

7) Vom Unterschied der Speise und anderen menschlichenGeboten ist hoch von Nöthen, die Lehre zu erhalten, daß mandie Dinge nicht für cultns, nicht für nöthig halt, daß die hoheheilsame Lehre in der Kirche nicht verlösche, daß man mit Gottdurch sein Wort handeln müsse, und nicht Gottesdienst machenohne seinen Befehl. Aber da werden sie es säuberlich vergeben,es sei nicht ohne, man habe etwa zu viel davon gehallen, dieGewissen zu hart beladen, Verdienst und nöthige Werke darausgemacht, das soll nun führohin nicht sein.

Es soll aber gleichwohl der Artikel bleiben, daß der Bischofoder die Kirche Macht habe, Gebot zu machen, und daß mandenselbigen Gehorsam schuldig sei. Darum soll man solche ihreGebote halten, nicht als Verdienst, sondern als eine gute Zucht,choic solches die Meisnischen Pfaffen in ihrem schönen Buch auchabmaltcn, daß also im Grunde die vorigen Jrrthümer bleiben undgcstärket werden.