Druckschrift 
3 (1829)
Entstehung
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11
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Consultation, ob die cvangcl. Fürsten mit den Bischöfen rc. 11

doch viel Ding lindern könnte. Wie uns solches vielfältig vor-geworfcn wird von den Weisen und Gewaltigen.

Dieses erzählen w>r derhalben, daß wir hie wollen protc-stirt haben gegen denen, die sich mit Gefahr nicht williglich be-laden wollen, daß wir nicht begehren, daß sie sich unser anneh-mcn, sondern man lasse uns auf unsere Gefahr unfern Glaubenbekennen. Denn obwohl die Potestatcn schuldig sind den ChristenSchutz zu halten, auch selbst zu bekennen: so ist doch ein jederChrist für sich selbst vielmehr schuldig, zu klarer Bekenntnis, unddarüber nach Gottes Willen zu leiden, rc.

Dieses wollen wir ernstlich also angezeigt haben; denn wirhaben nicht große Hoffnung dazu, daß die Bischöfe ihre Abgöt-terei und Jrrthum ablhun werden, und reine Lehre und rechtenGottesdienst annehmen. Denn im Daniel steht: Es werdenvor dem Ende solche Streite sein, und werden Etliche der Re-genten in der Kirchen Abgötterei anrichten; welches geschriebenuns zu trösten, daß wir wissen, auf welcher Seite wir uns sol-len finden lassen, und daß solche Spaltung Gott wohl gefalle, soviel uns belanget, und uns helfen werde, obgleich Etliche darüberleiden müssen, wie das zu sehen ist, im Daniel Kap. 2 . Undbitten wir, es wolle ein Jeder für sich selbst bedenken, was erGott in diesem Fall schuldig sei. Es sind Parteien, und ist dieseSpaltung also heftig, daß man nicht Mittelwege hat; man mußentweder Abgötterei, Gotteslästerung, Jrrthum und andere SchmachHelsen stärken, oder muß sich öffentlich zu dieser Bekenntnis hal-ten, und Christus spricht:Wer nicht mit mir ist, der istwider mich." Dieweil man aber von Vergleichung redet, wol-len wir unser Bedenken in drei Stücke theilen. Das erste istvon der Lehre; das andere, von äußerlichen nöthigen Ceremo-nien; das dritte, von äußerlichen Mitteldingen, dis man nennetAdiaphora.

Von der Lehre.

Erstlich von der Lehre ist dieses unser Bedenken: Nachdemdie Lehre in allen Artikeln der Confession, wie sie in unfern Kir-chen verstanden und gelehret wird, wahrhaftiglich und eigentlichdie gewisse christliche Lehre des heiligen Evangeliums ist, so wol-len und können wir darin keine Aenderung machen, oder bewilli-gen, oder davon abstchcn.

Darum so man zusammen kommen sollte, wird erstlich vonder Lehre müssen geredet werden; denn so sie dieselben vcrschwei-