Consultation, ob die evangelischen Fürsten ei-nen weltlichen Frieden mit den Bischöfen anneh-men, und was oder wie ferne man im Streit derReligion ihnen nachgeben könne oder nicht.
>2>s ist nicht ohne, Trennung, Zwiespalt und 8ob>i8mata habenein scheußliches Ansehen. Darum auch die Propheten und Apo-stel für die aller Verfluchtesten gehalten, als die Ursach gegebenzu den höchsten Trennungen und Spaltungen, dadurch die aller-schönsten Regiments und Königreiche zerrissen. Und Salzburg sagtezu Augsburg: die Lehre wäre recht oder unrecht, da stritt er nichtvon; aber cs wäre turdatio pavis (denn diese Worte brauchter), darum sollten alle Potestaten ihren höchsten Ernst dawidererzeigen. Dieweil nun Trennung ein solch scheußlich Ansehen hat,ist recht, daß man fleißig bedenkt, ob die Sachen, so wir strei-ten, so hochwichtig und groß sind, daß wir wissen, daß GottGefallen habe an dieser Trennung, und daß wir Ursach genugdazu haben; wo dem also, sollen wir getrost sein, und Gott be-fehlen die Schmach und Fahrlichkeit.
Es kann aber nicht Jedermann die Schmach tragen, daßman sagt: Er sei abtrünnig, aufrührerisch, habe Rotten und See-len angericht; viel weniger können die Leute die Fährlichkeit tra-gen, so man darüber Leib, Leben, Güter, Hoheit wagen soll.
Dcrhalben ist wohl zu achten, daß viele Leute jetzund soder Last müde geworden, wie das Volk Israel in der Wüste,gern wollten, daß man diese Handel flickte, wie man könnte, daßwieder gute Ruhe und sanft Leben wäre.
Es ist auch die Weise etlicher fürnehmer Leute, so bald dasWetter trübe wird, schreien sie über die Prädicanten, die seienUrsach, zanken über unnöthige Dinge,, Hetzen die Fürsten in einan-der, damit sie ihre unnöthige Halsstarrigkeit erhalten, so man