4 Bedenken, ob nach Mose oder kaiserlichen Rechten ec.
sen zugehet, und der Carlstad lehret; aber sie sehen nicht, wasdas Evangelium ist.
Zu dem so hat Christus nicht wollen Richter sein zwischenden Brüdern. Luk. am 12. V. 13. 14.
7.
Ob nun Jemand wollte sagen: es wäre aber ja dennochfreilich viel besser, daß man nach göttlichen, als nach menschlichenRechten urtheilet und richtet? Denn Gottes Wort macht ja desMenschen Gewissen gewiß, welches das menschliche Wort nichtvermag. Dazu gebe ich die Antwort: Es wird Niemand durchGottes Wort gezwungen, das Gesetz Moses zu halten. Deshalbthun die Unrecht, die der Menschen Gewissen mit dem GesetzMoses binden und zwingen, dieselben zu halten.
So wird auch durch das Wort Gottes der Heiden Obrig-keit bekräftiget, als zu den Römern am 13., 1. Tim. 2, Luk. 3,Actorum 15 und 1. Petri 2 steht.
8 .
Ja, man soll des Schwerts zum Frieden gebrauchen, wieSt. Paulus anzeiget. Derohalben sollen wir uns an die jetzi-gen Gesetze, Rechte und Ordnung halten. Denn Neuerung machtEmpörung und Aufruhr.
9.
Wenn nun Einer auf einen Theil des Gesetzes Moses dringt,denselben zu halten, so wird er alle Gesetze Moses fördern, undwird daraus erfolgen, daß man alle Satzungen Mose haltenmüßte.
Nun denke ihm Einer nur nach, was daraus folgen sollte,wenn wir das Jubeljahr oder Halljahr, und andere Abwechselungder Güter und Erbe annehmen!
10 .
Actorum am 15. nennen es die zwölf Boten: „Gott ver-suchen," wenn man auf das Gesetz Mose dringet.
1 5 2 4.