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3 (1829)
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Rechten zu urthei'len und zu richten sei. z

Nus in der Apostelgeschichte u. s. w. Joseph bei den Aegyp-tiern, Naeman bei den Syrern, Daniel zu Babylonien.

Darum soll man gewiß dafür achten, daß die in einem gott-losen Jrrthume stehen, die uns dahin bringen wollen, daß wirnach dem Gesetz Mose richten sollen.

Philipp Melanchthons anderes Bedenken.

1.

Das Evangelium ist eine Predigt der Gerechtigkeit des Gei-stes oder des ewigen Lebens, Joh. 17, V. 63, und Irrem. 31,V. 34.

2 .

Das Evangelium fordert auch nichts Anderes, denn was derheilige Geist mitbringt, als die Liebe, Keuschheit u. s. w.

3.

Die andern Dinge sind alle frei, als Kleider, Speise, Haus-haltung, Regiment, welches Alles St. Paulus zu den Kolos-sern nennet:Element dieser Welt" oder weltliche Satzung.Und St. Petrus:Menschliche Kreaturen," d. i. menschlicheOrdnung, von Menschen aufgerichtet, als Amt und Obrigkeit.

4.

Und eben, als frei ist, Schweinefleisch zu essen und nichtzu essen, also ist es auch frei, nach dem Gesetz Mose richten,oder nicht richten.

5.

Ja Alle, die das Gewissen an das Gesetz Mosesbinden, die thun wider die evangelische Freiheit.

6 .

Ehristus, unser lieber Herr, hat die bürgerliche Ordnungder menschlichen Vernunft befohlen; denn St. Paulus sprichtzu den Philippern am 3. V. 20:Unsre Bürgerschaft ist imHimmel," als wollt' er sprechen: es wird noch dahin kommen,daß sie ein menschliches Regiment und Polizei aus dem Evange-lio werden machen, wie wir jetzund sehen, wie es zu Mühlhau-

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