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deshalb die Rassen des Menschengeschlechtes in ähnlicher Reihenfolge be-trachten, und die eine Gruppirung durch die andere noch ferner zu begrün-den suchen").
I. Die amerikanischen Völkerschaften harmoniren weitmehr mit einander, als die Völker anderer gleichmäßig unter allen Zonensich auöbreitender Erdtheile, und bestätigen durch diese Harmonie die Gleich-förmigkeit der Organisation, welche wir früher als den Hauptcharakter derneuen Welt, zum Unterschiede von der alten, aufgestellt haben (S. 423).„Es ist fast sprichwörtlich geworden," bemerkt einer der besten Kenner desamerikanischen Menschenschlages"), „daß, wer einen Jndianerstammgesehen hat, sie alle gesehen habe; so sehr gleichen sich die Individuen dieserRasse, trotz der weiten geographischen Verbreitung und dein ertrem-verschie-denen Klima ihres Wohngebietes." Dasselbe urtheilt der Prinz Marimi-lian zu Wied, welcher beide Hälften Amerikas gleich sorgfältig bereist hat.„Ihr erster Anblick," sagt er von den Nordamerikanern "), „überzeugtemich sogleich von ihrer großen Verwandtschaft mit den Brasilianern, so daßich sie unbedingt für dieselbe Mensehenrasse halten muß." Sie alle bietendem Beobachter, nach Morton, das lange schwarze schlaff hängendeHaar, die zimmtbraune Haut, die düstere Stirn, das matte schläfrige Auge,die vollen zusammengepreßten Lippen, und die hervortretende, aber ausge-weitete Nase dar; zu welchen Merkmalen wir noch die stark vorspringenden,aber abgerundeten Backenknochen, die mangelhafte Bartbildung der Männer,die nach oben ziemlich breite, aber hagere, nicht gerade sehr kräftige Staturund die verhältnißmäßig kleinen Hände wie Füße hinzufügen können. Inihrem Schädelbau herrscht große Verschiedenheit, obgleich dieselbe wohlweniger angeboren als durch künstliche Behandlung entstanden sein mag.Denn es ist ein eigenthümlicher Zug des Geschmackes bei diesen Nationen,an einer offenbaren Entstellung der Natur Gefallen zu finden, und ihremKopfe, oder wenigstens ihrer Physionomie, eine Form zu geben, die aufgebildete Leute nur einen widerlichen Eindruck macht. Ursprünglich viel-
10) Das Hauptwerk über die Naturgeschichte des Menschen ist gegenwärtig: I. C.Prichard, Naturgesetz, des Menschengeschlechtes. Aus dem Englische» übersetzt undhcrausgcgcbcu von R. Wagner. Leipzig 1840—1818. 8., 4 Bände in 3 Abthcilun-gcn. Es ist durch vollständige Compilation historischer und linguistischer Angaben be-sonders wcrthvoll, aber weniger zuverlässig im allgemeinen, physiologisch-physischenThcilc.
11) S. G. Morton. Vcrgl. Froricp's n. Notizen Bd. 34. S. 120. 1843.
12) Reise in das innere Nordamerika. I. S. 233.
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