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Gebiß ergeben sich die Slaven, Tschuden, Lappen, Afganen, Perser, Tür-ken, Süd-Oceanicr und Papuas. Rundschädel mit geneigtem Gebiß sinddie Tataren, Kalmücken, Mongolen, Malayen und mehrere westamerika-nischc Völkerstämmc; für die Langschädcl mit vorgeschobener Zahnstellungbleiben endlich die Ncuholländcr, Chinesen, Japanesen, Neger, Grönländer,Nord-Oceanier und die meisten ostamcrikanischcn Völkerschaften übrig. —Die angcdeutetcn Differenzen dcS Schädels, auf welche B l n »i c n -bach, der würdige Stifter einer wissenschaftlichen Naturgeschichte deS Men-schengeschlechtes, wohl zuerst hinwieö, scheinen noch am ersten zu einer über-sichtlichen Anordnung der nationalen Verschiedenheiten zu führen; — da inihnen nicht bloß ein zufälliger, durch äußere Verhältnisse bedingter Unter-schied angedcutct ist, sondern offenbar eine bestimmte Absicht, gleichsam einrationelles Differenzirungsprincip sich ausspricht; allein die Anwendungderselben auf die naturgeschichtlichc Einthcilung der Völkerstämmc führtdennoch, wie jede einseitig verfolgte Charakteristik, zu unnatürlichen Tren-nungen oder Verbindungen. Aus diesem Grunde konnte weder die neuevon Nctziuö vorgeschlagcnc Gruppirung nach Rund- und Langschädcln,noch die in der ersten Auflage benutzte Form dreier Schädclhaupttypen, beireiflicher Prüfung aller daraus abgeleiteten Gruppen, als Einthcilungs-moment fest gehalten werden; cS mußte vielmehr die geographisch-physischeAnordnung des Menschengeschlechtes, als die allein natürliche und ammeisten begründete, auch hier in Anwendung kommen. —
Schon Blumen bach hatte diesen Weg cingeschlagen und die Natio-nen in fünf Rassen gctheilt, welche er die kaukasische, mongolische,amerikanische, äthiopische und malayischc nannte. Obgleichdie von ihm angenommenen Unterschiede nicht immer Stich halten, undnamentlich die Grenzen der kaukasischen, mongolischen und malayischenVölkerschaften sehr sanft in einander übergehen; während umgekehrt dieNationen der amerikanischen und äthiopischen Rasse in einzelnen Merkmalenoft greller von einander abwcichcn; so ist doch bis heute keine bessere odervielmehr anwendbarere Einthcilung gegeben worden, und alle Versuche einersolchen sind eigentlich nichts weiter als theilwcise Modifikationen der Vlu-menbach'schcn Gruppirung geblieben. Wir können sie daher mit größtemRechte für die beste erklären und ihre Natürlichkeit auch dadurch unterstützen,daß sic in ihrer richtigen Ausführung ziemlich genau den geographischenGebieten entspricht, welche wir im 23. Kapitel als diejenigen Theile unsererErdoberfläche kennen gelernt haben, deren Erzeugnisse und Produkte diegrößten wie durchgreifendsten Unterschiede uns darbieten. Wir werden