die vorderen Wappen des großen Gehirnes, wölben dadurch die Stirn stärker,und bringen eine allseitigc Entwickelung des Gehirnes mit sich, welche auchdie Hinteren Lappen weiter nach hinten vertreibt, als in den kubischen Schä-deln. Von der Größe dieser hintersten Lappen geht Retzius aus, wenn
Fig. 1. Schiller'« Schädel, als Typus der (laliclioceplullua onlioznalliao. Fig. 2.Kaffernschädcl, derselbe, welcher umstehend von vorn gesehen wird, als Typusder (lalicbocepliiilae prazinubae. Man bemerkt, daß derselbe nicht bloß etwaskürzer ist, als der Schillcr's, sondern auch beträchtlich niedriger, eine viel geneig-tere Stirn, stärkere Backenknochen und besonders ein viel weiter vorragcndcs Ge-biß besitzt. Die Spannung vom Ohr bis zur Scheitelhvhlc beträgt bei Schiller8" 4'", bei jenem Kaffer 4" 9'", welche Differenz vorzugsweise von der Ent-wickelung des großen Gehirnes abhängt, insofern der mittlere Hauptlappcn dessel-ben beim Kaffer, wie der Eindruck oben am Hinterhaupt zeigt, minder ausgcbildctist, als am Haupte Schillcr's, woselbst ein solcher Eindruck, wegen der allscitigcnFülle des Scclenorganes, nicht bemerkt wird.
er die Nationen in Langschädel (ssontkü iloliollockplnillio) und Rund-schädcl (braoli^oepliickgk) cinthcilt, ihre Unterschiede aber darnach bestimmt,ob die Hinteren Lappen des großen Gehirnes weit über das kleine Gehirnrückwärts vertreten, oder dasselbe kaum, selbst gar nicht vollständig bedecken.Unter jene Form bringt er die clliPtischcn und ovalen, unter diese diekubischen Schädel. In den beiden ersten Typen unterscheidet er weiternach der Stellung des Gebisses, womit die Neigung der Stirn in Harmo-nie steht, scnkrcchtzahnige (oi-lllogmulmk-,) und gencigtzahnige(proAmUluie) Nationen; und findet denselben Unterschied auch bei denRundschädeln wieder. Dadurch erhält er vier Hauptschädcltypcn. Zuden Langschädeln mit senkrechter Zahnstellung gehören die keltischen,' ger-manischen, romanischen und Hindu-Völker; als Rundschädel mit demselben
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