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Schädelsorm ist vor alten durch dir größte Breite deS Schädels in der Höheder Stirn, einen kugeligen Scheitel, einen oberwärtö mehr gewölbten Hin-terkops, eine hohe senkrechte Stirn, schmale Backenknochen, ein kleineressenkrechtes Gebiß und ein schmales Kinn ausgezeichnet. Hierzu kommendie Unterschiede deö Gesichtswinkels, welcher bei der ovalen Form 83—83«zu betragen pflegt, bei der sphärischen gegen 80°, bei der elliptischen da-gegen nicht viel mehr als 75«. Zwei Linien, von denen die eine, bei seit-licher Projcetion deS Schädels, durch die Ohröffnung und den Nasengrund,die andere durch eben diesen tangircnd an die Stirn gelegt wird, geben denGesichtswinkel an. Er ist ein Prüfstein der geistigen nationalen Anlagen,und erscheint bei den griechischen Statuen, in denen wir das Ideal mensch-licher Körperbildung bewundern, bis auf 90« gesteigert, gleichsam als hät-ten die alten Meister dadurch die höchste geistige Vollendung ihrer Heroenund Götter bethätigcn wollen; denn jede Steigerung über 90« hinaus wirdwiderlich, und führt die gesunde menschliche Form in die kranke Gestalteines Wasserkopfs hinüber. Bei solchen sind Steigerungen bis 100« unddarüber nicht selten, während umgekehrt manche Blödsinnige, zumal Crctins,das Minimum des menschlichen Gesichtswinkels von 75« nicht erreichen.Bei 70« fängt der Affentppus an, und fällt von da durch alle möglichenGrade bis zu dem Minimum der Größe herab, welches der Walfischkopfuns darbietct. —
Statt der eben besprochenen älteren Ansicht, deren Hauptgewicht aufdie Formen des Gesichtes und die Neigung der Stirn fällt, hat sich neuer-dings eine größere Beachtung der eigentlichen Schädclhöhle geltend gemacht;namentlich durch RctziuS, welcher zuerst die Schädel der nordischen Na-tionen einer sehr sorgfältigen Prüfung unterwarf«). Der genaue Beobach-ter zeigte, daß cs besonders die Entwickelung eines der drei Hauptlappcndes großen Gehirnes ist, welche die Mannigfaltigkeit im äußern Ansehendes Schädels bedingt. Die Verlängerung des Schädels nach hinten undseine schmale Form, wodurch die Ncgcrnationen sich verrathcn, hängt näm-lich ab, thcilö von der geringen Größe des ganzen großen Gehirnes, theilsaber auch von der auffallenden Kleinheit seiner Mittcllappcn. Eben diesemüssen bei kubischen Schädeln sehr groß gewesen sein; die hintersten Lappendagegen, welche gerade bei den Negern von allen dreien die stärkste Aus-dehnung besitzen, auffallend klein. Bei den ovalen Schädeln überwiegen
v) Man vcrgl- seine Abhandlung in I. Müller's Archiv für Anal. n. Physwl.Jahrg. 1843. S. 81! ff., und in de» /Vninü. ü. sc. ina»r. 3. 8cr. VI. 133.