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körnige» Farbcstoff erfüllt sind. Von der Zahl dieser beiden Farbcnmittcl,der Menge, in welcher sic neben einander liegen, hangt die Intensität imFarbenton ab; er selbst aber ist durch die primäre Verschiedenheit des Pig-ments bedingt, und kann zwar individuell verstärkt oder geschwächt erschei-nen, aber nicht leicht einen anderen als den nationalen Farbenton annehmen.Bei den weißen Nationen fehlen die Farbcnzcllen oder Chro m atophorcnzwar nicht ganz, sic enthalten aber nur stellcnweis, wie etwa an den Wan-gen und einigen andern Körpcrthcilcn, ein wirklich gefärbtes Pigment.Ein solches tritt zuerst bei den gelben Nationen auf, wird dunkler bei denbraunen, spielt mehr ins Rothe bei den Amerikanern, und wird endlich mehroder weniger schwarz bei den Afrikanern und PapuaS. Es ist durchausunabhängig von der Zone, denn die Neger werden schwarz, sie mögen lebenwo sic wollen; allein seine Intensität richtet sich, wie die Intensität jederorganischen Farbe, nach der Einwirkung dcS Sonnenlichts, und nimmt zu,sobald dasselbe sich steigert, sobald seine Strahlen senkrechter auffallcn.
Man kann daher allerdings von einem gewissen Verbleichen afrikani-scher Individuen in der gemäßigten Zone reden, wenn sic sich mehrere Gene-rationen hindurch unter dein Einfluß schieferer Sonnenstrahlen befundenhaben; aber weiß wie die Europäer werden sie nie, sondern sic behaltenihren nationalen Farbcnton in einer Intensität, wie ihn daS schwächereLicht hervorbringcn kann, ungcändcrt bei. Auf der andern Seite bräunensich weiße Nationen unter tropischem Sonnenlicht, aber sie werden hier inAfrika weder schwarz, noch in Amerika roth, sondern ihre dunklere Farbe istein eigcnthümlichcr, leicht unterscheidbarer Ton, eine einfache Steigerungder nationalen, unentwickelt gebliebenen Grundfarbe. Eben daher rührt esauch, warum in einer und derselben Nation die Vornehmen und Reichenhellfarbiger erscheinen, als die ärmere Klasse; denn jene setzen sich deinSonnenlicht weniger aus und schützen sich vor seinen Strahlen durch künst-liche Mittel, allein der Arme ist ihm ohne Schutz überall blvßgestellt undseiner ganzen Einwirkung auögcsctzt. Bei Nationen, wo es solche Stan-dcsunterschiedc noch nicht gicbt, fällt auch die Folge derselben in der äuße-ren Erscheinung weg, und alle Individuen der PapuaS sind gleich dunkel,wie alle Individuen der Botokuden gleichfarbig rothbraun; allein bei denMerikancru und Peruanern hat man früher, wie noch jetzt, Farbcnuüancenin gleicher Weise erkannt, wie sie in Europa unter unö jeder aufmerksameBeobachter täglich wahrnehmen kann. Sie sind Folge der Lebensweise,wie so viele Unterschiede, welche mit der höheren geistigen Entwickelung, die-nie eine allseitig gleiche werden kann, sofort sich entstellen.